Irrtum der Technik: Supertanker
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Irrtum der Technik: Supertanker

Bild: Foto: Willy Pragher, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Supertanker sind beim Manövrieren und Bremsen tatsächlich sehr träge. Das ist angesichts der gewaltigen Masse eines solch gigantischen Schiffes sicherlich nicht verwunderlich. Aber ein 60 bis 80 Kilometer langer Bremsweg? So träge sind Tanker zum Glück der Kapitäne jedoch nicht.

Supertanker sind beim Manövrieren und Bremsen tatsächlich sehr träge. Das ist angesichts der gewaltigen Masse eines solch gigantischen Schiffes sicherlich nicht verwunderlich. Aber ein 60 bis 80 Kilometer langer Bremsweg? So träge sind Tanker zum Glück der Kapitäne jedoch nicht.

Wenn der Gashebel eines Tankers, der in der Schifffahrt Maschinentelegraf genannt wird, von voll voraus auf voll zurück gestellt wird, muss das Schiff innerhalb von 15 Schiffslängen zum Stehen kommen. Dies besagt eine Bestimmung der internationalen Schifffahrtsorganisation IMO.

Bei sehr großen Schiffen kann der so genannte Flaggenstaat eine Bremsstrecke von bis zu 20 Schiffslängen genehmigen. Für einen 300 Meter langen Supertanker bedeutet das, dass der Bremsweg maximal sechs Kilometer lang ist.

Die Schiffsbesatzung muss, trotz immer noch recht langem Bremsweg, jedoch nicht tatenlos zusehen, wenn vor dem Tanker plötzlich ein Eisberg oder irgendein anderes gefährliches Hindernis auftaucht. Denn es gibt eine durchaus effektivere Methode, den Zusammenstoß mit einem Hindernis zu vermeiden. Man wirft einfach das Ruder herum. Der Wendekreis eines Tankers liegt bei maximal fünf Schiffslängen.

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