Irrtum der Technik: Wolkenkratzer
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Irrtum der Technik: Wolkenkratzer

Bild: Foto: Rosa-Maria Rinkl, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Diese Meinung hört man oft, und man kann es sich kaum vorstellen. Bei solchen Schwankungen müsste doch das Fensterglas bersten. Es stimmt auch nicht. Wolkenkratzer schwanken in der Regel lediglich um Zentimeter.

Diese Meinung hört man oft, und man kann es sich kaum vorstellen. Bei solchen Schwankungen müsste doch das Fensterglas bersten. Es stimmt auch nicht. Wolkenkratzer schwanken in der Regel lediglich um Zentimeter.

Die so genannte "Kopfauslenkung" wird auch im heftigsten Sturm nicht viel größer. Nach US-amerikanischen Vorschriften beispielsweise darf sich auch bei einem Erdbeben oder einem Hurrikan ein Stockwerk gegenüber dem darunter liegenden um maximal 0,5 Prozent der Stockwerkshöhe verschieben.

Wenn ein solcher recht unwahrscheinlicher Extremwert in allen Etagen gleichzeitig erreicht wird, schwankt ein 300 Meter hoher Wolkenkratzer an der Spitze um 1,50 Meter.

Menschen empfinden übrigens nicht die Größe des Ausschlages oder der Kopfauslenkung eines Gebäudes als unangenehm, sondern die Beschleunigung, die der Körper erfährt, wenn es schwankt. Der Grenzwert zum Unangenehmen liegt etwa bei 0,1 m/s2.

Wenn ein Haus in einer Sekunde um nur fünf Zentimeter wackelt, wird es den meisten Zeitgenossen bereits etwas schwindlig. Sollte ein Wolkenkratzer im Extremfall um 1,50 Meter schwanken, würden vermutlich alle Menschen in Panik aus dem Haus stürmen.

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