Frühjahrscheck
Wenn ihr eure Drahtesel aus dem Keller holt, müsst ihr sie zuerst einmal gründlich durchchecken.
Das solltet ihr vor dem Losfahren überprüfen:
- Klingel, Schaltung, Vorder- und Rücklicht: Funktioniert alles?
- Kette: Ist sie gut gespannt und geschmiert? Wenn nicht, mit ein paar Tropfen Sprühöl einsprayen. Sie springt sonst leicht heraus.
- Reifen: Wie sieht das Profil aus? Ist genug Luft drin?
- Bremsen: Sind die Bremskabel in Ordnung, die Bremsbeläge nicht abgefahren?
Außerdem braucht ihr eine Luftpumpe und ein Fahrradschloss. Zwischen den Speichen der Räder sollten Katzenaugen befestigt sein. In das Werkzeugtäschchen gehören Gabelschlüssel (10er und 12er), Schraubenzieher, Reifenheber und Flickzeug.
Das muss mit
Wichtigste Ausrüstung ist ein Fahrradhelm, der euch gut passt. Fahrradhandschuhe schützen vor Blasen an den Händen. Achtet vor allem darauf, dass ihr euch nicht zuviel Gewicht aufladet!
Ihr braucht:
- eine wind- und regenfeste Jacke
- genug zu trinken
- Sonnencreme
- eine Salbe gegen Insektenstiche
- Verbandszeug und Pflaster für unterwegs (In der Apotheke gibt es praktische kleine Etuis.)
- Kleingeld oder eine Telefonkarte für Notfälle
Ein Picknick unterwegs ist eine feine Sache. Praktisch ist alles, was ihr aus der bloßen Hand knabbern könnt: Würstchen, Hähnchenschenkel, Gurkenscheiben, Karotten, Äpfel, Brötchen, Brezeln, Amerikaner ...
Die richtige Tour
Überlegt euch gut, wohin ihr fahren wollt. Der Weg sollte sicher sein, also möglichst nicht an dicht befahrenen Straßen entlang führen.
Übrigens müssen nach dem Gesetz Kinder bis acht Jahren auf dem Gehweg fahren, wenn es keinen Radweg gibt, Kinder bis zehn dürfen das. Klar, dass ihr dabei auf Fußgänger achten sollt!
Zum Überqueren einer Straße müsst ihr absteigen und schieben.
In vielen Orten gibt es Radwanderwege. Das sind landschaftlich besonders schöne Strecken. Auf dem Weg liegen manchmal besondere Highlights: Burgen, Flüsse, Naturschutzgebiete etc.
Erkundigt euch, ob es in eurer Heimat eine Radwanderkarte gibt und stellt dann gemeinsam eine Tour zusammen. Am Ziel sollte eine Belohnung warten - zum Beispiel ein kühles Eis oder ein Besuch im Schwimmbad. Das hilft durchzuhalten, wenn unterwegs mal die Puste ausgeht.
Spiele im Sattel
Fahrradspiele machen Spaß. Außerdem trainiert ihr dabei euren Gleichgewichtssinn. Je besser ihr euren Drahtesel im Griff habt, umso sicherer seid ihr.
Natürlich dürft ihr nicht auf offener Straße spielen. Vielleicht gibt es in eurer Nähe ja einen Park, einen Hinterhof oder eine Spielstraße.
- Schneckenrennen: Malt in fünf bis zehn Meter Entfernung je einen Kreidestrich. Das ist eure „Rennstrecke“. Wer kommt als letzter an? Kein Bein darf den Boden berühren!
- Slalom: Stellt Hindernisse (zum Beispiel Steinchen oder Blumentöpfe) auf und kurvt um sie herum. Oder malt mit Kreide eine s-förmige Bahn.
- Fangen: Der Fänger muss versuchen, mit seinem Vorderreifen sanft das Hinterrad eines Mitspielers anzustupsen. Wer zu wild spielt, scheidet aus.
- Polo: Rollt so viel Zeitungspapier auf, bis ihr ein festes Rohr habt. Das ist der Schläger. Während ihr auf dem Fahrrad „reitet“, müsst ihr einen Ball in ein (echtes oder gemaltes) Tor bugsieren.
Radl-Fans können sich auch in einem Verein mit Gleichgesinnten zusammenschließen. Radfahrclubs trainieren zum Beispiel Rennen, Kunstradfahren oder Mountainbike.
Eltern-Tipp
Bewegung ist für Kinder lebenswichtig, auch wenn sie dabei mal ein paar kleinere Schrammen riskieren. Die Erfahrung zeigt, dass sich Sportskanonen nicht häufiger verletzen als Stubenhocker.
Sie sollten Ihr Kind jedoch stets auf die Gefahren des Straßenverkehrs aufmerksam machen.
Diese Tipps tragen zur Sicherheit Ihres Kindes bei:
- Wer am Verkehr teilnimmt, muss die Verkehrsregeln kennen.
- Fahrradhelme können Leben retten.
- Die Verkehrspolizei empfiehlt, Kinder erst allein - zum Beispiel zur Schule - fahren zu lassen, wenn sie den Radfahrführerschein gemacht haben. Das ist in der 4. Klasse. Jüngere Kinder sind überfordert, gleichzeitig auf ihr Rad und die anderen Verkehrsteilnehmer acht zu geben.
- Checken Sie die Räder vor dem Losfahren. Erklären Sie ihrem Kind, worauf es achten muss und bringen Sie ihm bei, ein Loch im Reifen zu flicken.
- Kinder unter sechs dürfen bei Mami oder Papi mitfahren. Vorschrift ist ein passender Fahrradsitz. Die Speichen des Rades müssen abgedeckt sein, so dass die Füße des Kindes nicht dazwischen geraten. Gute Fahrradsitze haben entsprechende Fußstützen. Im übrigen sollten auch „Beifahrer“ einen Helm tragen.
- Die Stiftung Warentest testet und vergleicht die Sicherheit von Kinderfahrrädern, Fahrradsitzen, Helmen oder Anhängern.
Buch-Tipps
Birgit Fuchs
Tessloffs Verkehrsschule. Mit dem Fahrrad sicher unterwegs
Tessloff Verlag April 2002
32 Seiten
5,80 €
Buch bestellen




