Kartograf/in
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Kartograf/in

Bild: Foto: Otto Marseus van Schrieck, Public domain, via Wikimedia Commons

Was macht ein/e Kartograph/in? Wir erklären den Beruf und die Aufgaben im Detail.

Tätigkeiten finden sich bei kartografischen Verlagen oder Vermessungsbüros

Aufgaben und Tätigkeiten

Wer auf Reisen geht, greift zunächst einmal zur Karte, um sich zu orientieren. Die dazu nötigen Geodaten stellt der Kartograf bereit. Es sind Informationen über die natürlichen und künstlichen Elemente der Landschaft (Topographie). Daran schließt sich der zweite Aufgabenbereich des Kartografen an: die Veranschaulichung, Visualisierung und Verwaltung von Geodaten: Er erstellt und überprüft topographische Karten, thematische Karten und kartenverwandte Darstellungen sowie Präsentationsgrafiken und multimediale Produkte. Darüber hinaus gehört der Aufbau und die Verwaltung von Geo-Informationssystemen zu seinen Tätigkeiten.

Arbeitsfelder und Arbeitsmarktchancen

Kartografen arbeiten in Behörden, in in- und ausländischen kartografischen Verlagen und Instituten sowie in Vermessungsbüros im In- und Ausland. In der freien Wirtschaft und bei Behörden besteht zunehmender Bedarf für akademische Diplom-Ingenieure der Karthografie. Außerdem können Absolventen auch einen privaten Betrieb oder ein kartografisches Ingenieurbüro gründen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Kartografen können sich durch Weiterbildungen zum Kartenredakteur, zum Entwurfskartograf, zum Chefkartograf oder zum Berater für Geo-Informationssysteme spezialisieren. Neben der Promotion gibt es weiterführende Studiengänge in Vermessung, Datenverarbeitung oder Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsgeografie.

Ähnliche Berufsbilder und Synonyme

Verwandte Berufsbilder finden sich in den Bereichen Vermessungstechnik sowie Druck- und Medientechnik.

Voraussetzungen und Fähigkeiten

Studienvoraussetzung ist die allgemeine oder fachbezogene Hochschulreife. Für eine betriebliche Ausbildung wird in der Regel ein mittlerer Schulabschluss erwartet. Darüber hinaus sind grafisches Geschick, exakte und sorgfältige Arbeitsweise, Kreativität und Freude am Gestalten sowie mathematisches Verständnis wichtig.

Ausbildung

Kartograf ist sowohl ein Ausbildungsberuf als auch ein Studium. Die betriebliche Ausbildung dauert drei Jahre. Als eigenständiger universitärer Studiengang wird Kartografie nur an der Technischen Universität Dresden angeboten. In Berlin, München und Karlsruhe ist ein Fachhochschulstudium der Kartografie möglich. Die Dauer beträgt hier vier bis fünf Jahre. Kartographie ist außerdem Bestandteil des Studiengangs Wirtschaftsgeografie.

Kontakt

Deutscher Verband für Angewandte Geographie e.V.

Meckenheimer Allee 176, 53115 Bonn
Tel.: 0700/10555501
Fax: 0700/10555502
E-Mail: dvag@uni-bonn.de
Deutscher Verband für Angewandte Geographie e.V.

Der DVAG wurde im Jahre 1950 von Walter Christaller, Paul Gauss und Emil Meynen als Verband Deutscher Berufsgeographen gegründet. Der DVAG setzt sich dafür ein, der Geographie zu einem Stellenwert in der Öffentlichkeit zu verhelfen, der ihr bei der Lösung der vielfältigen Probleme unserer Gesellschaft zukommt.

Bundesamt für Kartografie und Geodäsie (BKG)

Richard-Strauss-Allee 11, 60598 Frankfurt
Tel.: 069/63331
Fax: 069/6333235
E-Mail: bkg-mailbox@ifag.de
BKG

Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie hat die Aufgaben, Basis-Geoinformationen für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland bereitzustellen, die Bundesregierung auf den Gebieten der Geodäsie und des Geoinformationswesens zu beraten sowie die einschlägigen fachlichen Interessen auf internationaler Ebene zu vertreten.

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