Eine nur flüchtige Existenz
Sie leben nicht nur kurz, sie haben auch einen falschen Namen: die Eintagsfliegen. Denn trotz ihres Namens gehören die Eintagsfliegen nicht zu den Fliegen, sondern bilden die selbständige Insektenordnung Ephemoptera, zu der in Mitteleuropa etwa 80 Arten gehören. Der Ordnungsname kommt von griechisch „ephemeros“, was soviel wie „nur einen Tag lebend“ heißt. Als geschlechtsreifes Flugwesen ist der Eintagsfliege nur eine sehr flüchtige Existenz vergönnt - je nach Art nur wenige Stunden oder zwei bis drei Tage. Lediglich die Weibchen der erwachsenen Eintagsfliegen leben unter Umständen zwei bis drei Wochen.
Wer nichts frisst, der nichts ist
Eintagsfliegen leben wahrhaftig unter Extrembedingungen. Ihre Mundwerkzeuge sind verkümmert und der Darm ist funktionslos. Daher kann das Insekt keine Nahrung aufnehmen. Es ist von Anfang an zum Hungertod verdammt. Es nutzt die kurze Lebenszeit für den Hochzeitsflug, die Paarung und die Eiablage. Die später schlüpfende Larve der Eintagsfliege macht hingegen eine ein- bis vierjährige Entwicklungszeit im Wasser durch.




