In der Erdgeschichte kam es wiederholt zu gewaltigen, flächenhaften Lavaausflüssen, so genannten → Spalteneruptionen. Die dünnflüssige → Lava tritt dabei nicht aus einem zentralen Vulkanschlot, sondern aus nebeneinander liegenden tiefreichenden Spalten im Untergrund aus. Die entstandenen Lavadecken bilden → geomorphologische Großformen, die als Lavaplateaus, Plateaubasalt, Flutbasalt oder Trappdecke bezeichnet werden. Das Wort “Trapp“ dürfte wegen der treppenartigen Morphologie infolge der häufigen Übereinanderfolge von basaltischen Flächenergüssen entstanden sein. Große Lavaplateaus gibt es in Indien (Dekkantrapp), Island und an der Grenze zwischen Brasilien, Argentinien und Paraguay. In Mitteleuropa gibt es ähnliche Erscheinungen im Ronneburger Hügelland zwischen Vogelsberg und Untermainebene. Man geht heute davon aus, dass die gewaltigen Lavamengen, die beim Aufbau der großen Lavaplateaus ausflossen, zu globalen Klimaveränderungen führten. Einige Wissenschaftler vermuten daher einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen großen Spalteneruptionen und Artensterben, wie im Falle der Dinosaurier.

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
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