Leoniden-Meteorschauer: Funkelnde Sternschnuppen am Winterhimmel
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Leoniden-Meteorschauer: Funkelnde Sternschnuppen am Winterhimmel

Bild: Foto: Rbrechko, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Schauspiel am Nachthimmel: Am 17. November hat der Meteorschauer der Leoniden seinen alljährlichen Höhepunkt. Die Erde fliegt dann durch den dichtesten Teil des Staubes, der im All von der letzten Passage des Kometen Tempel-Tuttle übrig blieb. Es könnte daher in diesen Tagen einige Sternschnuppen regnen – vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Eine helle Lichtspur, die schräg abwärts über den Himmel zieht – dieser Anblick ist typisch für eine Sternschnuppe. Viele Menschen glauben, dass solche Meteore sich nur im Sommer häufen. Doch das stimmt nicht – im Gegenteil. Gerade im November ereignet sich der zweitbeste Meteorschauer des Jahres, die Leoniden. Seinen Namen erhielt dieser Sternschnuppenregen, weil die Meteore aus dem Sternbild Löwe (Leo) zu kommen scheinen. Allerdings sieht man viele ihrer Leuchtspuren erst, wenn sie schon einiges vom Leo entfernt sind.

Warum sind die Leoniden nicht immer gleich?

Auslöser dieses Sternschnuppenregens ist der Staubschweif des Kometen Tempel-Tuttle, der die Sonne alle 33 Jahre auf einer exzentrischen Umlaufbahn umrundet. Viele Staubteilchen und kleinen Gesteinsbröckchen bleiben dabei zurück und bilden im All eine Wolke, die sich im Laufe der Zeit entlang der Flugbahn des Kometen verteilt.

Die Erde kreuzt jedes Jahr im November die Kometenflugbahn und je nachdem, wie lange die letzte Passage des Kometen zurückliegt, ist diese Wolke mal dichter, mal stärker ausgedünnt – und das bestimmt, wie stark der Meteorschauer ausfällt. In diesem Jahr durchfliegt die Erde einen dünneren Teil der Wolke, daher fällt der Meteorschauer nicht so stark aus. Trotzdem könnte es im Idealfall immerhin zehn bis 15 Sternschnuppen pro Stunde geben.

Warum leuchten die Sternschnuppen?

Die meist nur wenige Millimeter großen Staubteilchen dringen mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein, bis zu 70 Kilometer pro Sekunde können sie schnell sein. Durch die Reibung an den Gasmolekülen der Erdatmosphäre heizen sie sich auf und beginnen zu glühen. Die meisten von ihnen verdampfen bereits in rund 80 Kilometern Höhe und kommen daher nie auf der Erde an.

Das, was wir als leuchtende Lichtspur sehen, sind aber nicht die Staubkörnchen selbst, sondern die durch den Kontakt mit ihnen angeregten Luftmoleküle. Die auf sie übertragene Energie ionisiert die Atome und erzeugt ein leuchtendes Plasma, das die helle Spur erzeugt.

Wie kann ich die Leoniden am besten beobachten?

Seinen Höhepunkt hat der Leonidenschauer in diesem Jahr in der Nacht vom 17. zum 18. November. Der Mond ist zu dieser Zeit noch nicht ganz halb, daher überstrahlt er die Sternschnuppen nur wenig. Am besten und meisten Sternschnuppen fallen 2015 in der zweiten Nachthälfte, aber auch davor kann man bei gutem Wetter schon einige sehen. Günstig ist dabei ein dunkler Standort, von dem man den Himmel gut sehen kann.

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