Libelle – alles im Blick
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Libelle – alles im Blick

Bild: Foto: MarcusFourmont, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Libellen sind Raubinsekten. Selbst aus 40 Metern Entfernung können sie ihre Beute erkennen.Sie sind in der Lage, ihre Beute - z. B. Fliegen, Mücken oder auch kleinere Libellen - schon in der Luft und damit im Flug mit ihren drei nach vorn ausgerichteten bedornten Beinpaaren, die wie eine Fangmaske umgebildet sind,zu packen, mit ihren Mundwerkzeugen zu zerlegen und zu verspeisen.

Auf Beutezug

Libellen sind Raubinsekten. Selbst aus 40 Metern Entfernung können sie ihre Beute erkennen.Sie sind in der Lage, ihre Beute - z. B. Fliegen, Mücken oder auch kleinere Libellen - schon in der Luft und damit im Flug mit ihren drei nach vorn ausgerichteten bedornten Beinpaaren, die wie eine Fangmaske umgebildet sind,zu packen, mit ihren Mundwerkzeugen zu zerlegen und zu verspeisen.

Selbst die Libellenlarven leben räuberisch. Allerdings bewegen sie sich eher langsam fort und lauern ihrer Beute auf.

Das kleine Libellen Einmaleins

In Mitteleuropa sind rund 80 verschiedene Libellenarten heimisch, die in die Kategorien Groß- und Kleinlibellen eingeteilt werden. Weltweit sind es laut Bundesamt für Naturschutz sogar rund 5.000 Arten. Libellen sind schlank; ihr Hinterleib kann bis zu 8,5 cm lang werden.

Außer in der Größe unterscheiden sich Klein- und Großlibellen hinsichtlich ihrer Flügel: Kleinlibellen halten in Ruheposition an einem Zweig oder Blatt ihre Flügel zusammengeklappt, während Großlibellen ihre vier Flügel auch im Sitzen ausgebreitet lassen. Die Flügelspannweite liegt je nach Art zwischen 2,5 und 14 cm. Die beiden Flügelpaare können unabhängig voneinander bewegt werden, was die Libellen zu hervorragenden Flugkünsten befähigt. Manche Arten können sogar rückwärts fliegen.
Libellen tummeln sich immer dicht am Wasser, da sie ihre Larven nur dort ablegen können. Daher finden sich die meisten mitteleuropäischen Libellenarten an stehenden Gewässern wie Tümpeln, Teichen und Seen.

Natürliche Feinde der erwachsenen Libelle sind Vögel; die Larven werden von den Tieren gefressen, mit denen sie ihren Lebensraum am Wasser teilen.

Akrobatik beim Liebesspiel

Wer hat nicht schon einmal den Flug von zwei Libellen beobachtet und sich über eine akrobatisch anmutende Einlage gewundert. Dabei handelt es sich um ein so genanntes Paarungsrad: Während der Paarung packt das Männchen das Weibchen mit seinen zu Greiforganen umgebildeten Hinterleibsanhängen am Kopf oder an der Brust. Die weibliche Libelle biegt den Hinterleib so, dass ihr Körperende mit dem hinter der Brust gelegenen Begattungsorgan ihres Partners verbunden ist. Die beiden Tiere formen das so genannte Paarungsrad und können sich befruchten.

Reifezeit - keine Puppenspiele

Die Libellenweibchen legen ihre Eier nach der Paarung an Wasserpflanzen oder direkt ins Wasser ab. Viele Großlibellen geben ihre Eier sogar im Flug ab oder stechen sie in den Schlamm hinein. Manchmal ist das Libellenpaar bei der Eiablage noch verbunden, Dieses Phänomen heißt auch Tandemflug.

Aus dem Ei schlüpft später eine Junglarve. Abhängig von Temperatur und Qualität des Wasser sowie vom Nahrungsangebot dauert die Larvenentwicklung bis zum schlupfreifen Tier mindestens zwei bis drei Monate, wenn nicht sogar – je nach Art – zwei Jahre. Das erwachsene Tier lebt dann nur 6 bis 9 Wochen lang. Libellen haben in ihrer Entwicklung kein Puppenstadium. Die schlupfbereiten Larven verlassen das Wasser und halten sich an Pflanzenstängeln oder -blättern fest. Wenn die Libelle schlüpft, bleibt ihre Haut (Exuvie) an der Pflanze hängen.

Starr vor Kälte

Die meisten Libellenarten überwintern als Larve oder Ei im Wasser. Eine Ausnahme sind wenige Arten, deren erwachsene Tiere zu Winterbeginn in Kältestarre fallen und erst im Frühjahr wieder aktiv werden. Dabei können sie Temperaturen bis minus 17°C aushalten. Die erwachsenen Libellen dieser Arten werden dann auch weitaus älter als nur einige Wochen. Sie können bis zu 11 Monate alt werden.

Libellen vor dem aus?

Rund zwei Drittel der in Deutschlandheimischen Libellenarten stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten Deutschlands.

Laut Bundesartenschutzverordnung besitzen daher alle heimischen Libellenarten den Status „geschützte Arten“ bzw. zum Teil auch darüber hinaus den Status „besonders geschützt“.

Ursache für die schrumpfenden Libellenzahlen ist die Veränderung und Zerstörung der für Libellen typischen Lebensräume. Moore und andere Feuchtbiotope werden trockengelegt, Flüsse begradigt, Ufer von Menschen zerstört.

Libellen und ihr gefürchteter Stachel – ein Märchen?

Libellen gehören zu größten Insekten in Mitteleuropa. Dennoch sind sie völlig ungefährlich und haben entgegen des verbreiteten Glaubens keinen Stachel. Dennoch halten sich hartnäckig Namen wie „Augenstecher“ oder „Teufelsnadeln“.

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