Machtfaktor Energie
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Machtfaktor Energie

Bild: Foto: Diliff, CC BY 2.5, via Wikimedia Commons

Anfang Februar 2012 wurde es kalt in Russland. Um den steigenden Gasbedarf im eigenen Land zu bedienen, drosselte der russische Konzern Gazprom kurzerhand die Gaslieferungen ins Ausland – obwohl auch im restlichen Europa Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt herrschten. Auch wenn die riesigen Gasspeicher der betroffenen Länder, darunter auch Deutschland und Österreich, die Versorgung sichern konnten, zeigte die Situation einmal mehr: Energie ist ein Machtfaktor und unsere Energieversorgung in hohem Maß abhängig vom Gusto jener Länder, die über Energiereserven verfügen.

Anfang Februar 2012 wurde es kalt in Russland. Um den steigenden Gasbedarf im eigenen Land zu bedienen, drosselte der russische Konzern Gazprom kurzerhand die Gaslieferungen ins Ausland – obwohl auch im restlichen Europa Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt herrschten. Auch wenn die riesigen Gasspeicher der betroffenen Länder, darunter auch Deutschland und Österreich, die Versorgung sichern konnten, zeigte die Situation einmal mehr: Energie ist ein Machtfaktor und unsere Energieversorgung in hohem Maß abhängig vom Gusto jener Länder, die über Energiereserven verfügen.

Noch deutlicher zeigte sich die Machtposition Russlands Anfang 2009: Über Wochen lag das Land mit den größten Gasvorkommen weltweit mit der Ukraine im Streit. Und weil viele wichtige Pipelines durch die Ukraine verlaufen, verzeichnete gleich eine ganze Reihe europäischer Länder Rückgänge bei den Gasimporten. Eine unangenehme Situation!

Europa hat viele wichtige Naturschätze – einen wirtschaftlich ziemlich bedeutenden aber haben wir nicht: Erdöl. Einige der größten Ölvorkommen der Erde liegen im Nahen Osten. Der Machtfaktor Öl verhilft Regimen, die es weder mit den Menschenrechten noch mit der Demokratie besonders genau nehmen, zu enormer Stabilität. Ganze 40 Jahre konnte sich etwa der libysche Diktator Muammar El-Gaddafi an der Macht halten, bis das libysche Volk selbst schließlich im Schwung des „Arabischen Frühlings“ 2011 den Aufstand gewagt hat.

Auch wenn wir nicht von schwer berechenbaren Energielieferanten abhängig wären: Es ist höchste Zeit für eine Energiewende. Fossile Energieträger wie Erdöl und Gas sind die Hauptursachen des Klimawandels. Außerdem sind die Ressourcen endlich. Schon in wenigen Jahrzehnten gehen die Ölreserven der Welt zur Neige, das Erdgas reicht nur wenig länger. Die Zukunft liegt in der Solar-, Wind- und Wasserkraft – das Potenzial dieser regenerativen Energiequellen ist noch lange nicht ausgeschöpft.

Heizung, Auto, Industrie – der Energieverbrauch von Privathaushalten und Unternehmen in Deutschland ist gigantisch. Nur sieben Länder auf der Erde verbrauchen noch mehr Energie als wir! Um die Versorgung langfristig zu sichern, müssen wir ziemlich viel Energie sparen. Damit das klappt, muss jeder Einzelne sein Energiemanagement überdenken.

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