Mango: Was in der leckeren Tropenfrucht steckt
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Mango: Was in der leckeren Tropenfrucht steckt

Bild: Foto: Rosa-Maria Rinkl, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Sie schmecken wie Urlaub pur und sind in den Tropen am häufigsten verzehrten Früchte: frische Mangos. An die tausend verschiedene Sorten gibt es von dieser Tropenfrucht. Aber auch in unsere Supermärkte und Feinkostgeschäfte hat die Mango längst Einzug gehalten. Aus gutem Grund: Mango ist ausgesprochen köstlich, kalorienarm und reich an heilsamen Wirkstoffen.

Der Ursprung der Mango liegt in Indien, Myanmar und Borneo: Hier wächst der Mangobaum wild im tropischen Regenwald. Mangobäume entwickeln mächtige Kronen und können bis zu 45 Meter hoch werden. Schon in den Veden der indischen Mythologie, die vor gut 3200 Jahren niedergeschrieben wurden, wird die Mango als "Götterspeise" erwähnt, der Hindugott Ganeesha hält in vielen Darstellungen eine reife Mango in der Hand, als Symbol für Perfektion.

In Indien, Pakistan und den Philippinen gilt die Mango noch heute als Nationalfrucht, in Bangladesch ist der Mangobaum der Nationalbaum. Bei Hochzeiten und Festen werden in Indien traditionell Türen und Gänge mit Mangoblättern dekoriert, die Blüten werden der indischen Göttin Saraswati als Opfer dargebracht. Kein Wunder, dass die jährliche Mangoernte in der Zeit von März bis Mai für die Menschen dieser Regionen einer der wichtigen Höhepunkte des Jahres ist. Sogar die Nachrichten berichten dann ausführlich über den Stand der Ernte.

Unglaubliche Vielfalt

Durch die Kultivierung werden Mangos inzwischen in fast allen Teilen der Welt angebaut, sogar in Spanien gibt es inzwischen einige Mango-Plantagen. Wer aber nur die bei uns im Supermarkt erhältlichen Mangos kennt, der hat keine Vorstellung von der Vielfalt und den Aromen dieser Tropenfrucht. Denn es gibt mehr als 1.000 verschiedenen Sorten von Mangos – und jede schmeckt ein wenig anders und hat eine andere Konsistenz.

Die Spannbreite der Mangosorten reicht von Früchten mit gelben, orangefarbenen bis hin zu grünen Schalen, das Fruchtfleisch ist dagegen meist gelblich gefärbt. Angesichts dieser Vielfalt ist es kein Wunder, dass die Mango in den Tropen in fast jeder Mahlzeit und in vielfältiger Form auftaucht. Die unreifen Mangos werden zu Chutneys, Salat oder als Bestandteil von Fischgerichten gereicht, reife Mangos isst man roh als Obst, es wird aber auch Marmelade, Mus oder Saft daraus gemacht. Auch in Curries und anderen eher scharf-deftigen Gerichten dient die süße Tropenfrucht als Aromabringer.

Mango mal anders

Auch die bei uns vekauften Mangos lassen sich vielfältig einsetzen – versuchen Sie es doch einfach mal: Sind sie noch nicht ganz reif, können sie sie kochen und als leicht säuerliches Gemüse essen. Klein geschnitten sind reife Mangos eine exotische Zugabe zu Ragouts von Geflügel oder Schweinefleisch. Für einen leckeren Mango-Früchtesalat schneiden Sie Mango, Bananen, Orangen, Birnen und Ananas klein. Gießen Sie den Salat in einer Schüssel mit etwas Orangensaft auf und lassen das Ganze für 20 Minuten ziehen. Zuletzt zerhackte Walnüsse oder Pinienkerne kurz in der Pfanne rösten und darüber streuen. Fertig.

Mangos sollten übrigens nie im Kühlschrank aufbewahrt werden, weil die Kälte ihnen schadet. Am wohlsten fühlen sie sich bei Temperaturen von 25 bis 30 Grad. Sind sie beim Kauf noch zu hart, empfiehlt es sich, sie in Zeitungspapier einzuwickeln und sie mehrere Tage bei Zimmertemperatur aufzubewahren. Vorsicht mit dem Saft: Er kann hartnäckige Flecken auf den Kleidern hinterlassen.

Etablierte Heilpflanze

Die Mango wird in den Tropen schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze genutzt. Schier unübersehbar ist die Liste der Wehwehchen und Leiden, die mit Wirkstoffen aus der Frucht oder dem Baum in Asien behandelt werden. So dienen die Gerbstoffe enthaltenden, leuchtend hellroten Blüten der Bäume beispielsweise zur Behandlung von Durchfällen und Ruhr, von Blasenentzündungen und chronischen Harnröhrenentzündungen.

Die Rinde des Mangobaums enthält den Wirkstoff Mangiferin, wirkt zusammenziehend und wird in Indien bei Rheumatismus und Diphterie eingesetzt. Mit dem harzhaltigen Baumsaft werden dagegen Hautpilzerkrankungen behandelt. Gemahlene Rinde wird verwendet als Magenstärkungsmittel, gegen Zahnschmerzen, zur Behandlung innerer Blutungen, Bronchitis und Katarrh. Zweige und Blätter dienen der Zahnpflege und sollen insbesondere das Zahnfleisch gesund erhalten.

Eine echte Vitaminbombe

Aber auch die bis zu 25 Zentimeter langen und bis zu zwei Kilo schweren Früchte haben es in sich – im positiven Sinne: Ihr Fruchtfleisch hat einen hohen Gehalt an Betakarotin, das der Mango die gelbe Farbe verleiht. Dieses Provitamin benötigt der Körper zur Zellerneuerung der Haut, der Schleimhäute und des Knorpelgewebes, zum Beispiel in den Gelenken. Schon der Verzehr einer einzigen Mango kann den Tagesbedarf an Betakarotin decken.

Und auch andere Vitamine liefert die leckere Tropenfrucht: Mangos enthalten doppelt so viel Vitamin C wie Kirschen oder Brombeeren, außerdem die Vitamine B1 und B2 sowie Niacin. Ihr hoher Gehalt an Kalium macht sie zudem für den Zellstoffwechsel besonders wertvoll. Angenehmer Nebeneffekt: Die Mango macht trotz Süße nicht dick – sie enthält nur bescheidene 59 Kalorien pro 100 Gramm.

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