Beeindruckende Bilder
An Bord des Mars Reconnaissance Orbiter befindet sich die leistungsstärkste Teleskop-Kamera, die je zum Mars geschickt wurde. Sie liefert hoch auflösende Bilder und erste Erkenntnisse: Vor vielen Jahren könnten auf dem Nachbarplaneten der Erde Bedingungen geherrscht haben, die mikrobielles Leben ermöglicht haben. Die Wissenschaftler der University of Arizona vermuten, dass vor vielen Jahren eine Flüssigkeit oder ein Gas durch Risse geströmt und in unterirdische Felsen eingedrungen ist. Eine Mineralisierung fand tief unter der Oberfläche an Löchern und Bruchstellen statt. Die Ablagerungen wurden sichtbar, nachdem überlagernde Schichten im Laufe von Millionen von Jahren erodiert waren.
Sichtbarer Klimawandel
Die Bleiche entlang der Bruchstelle ist ein Zeichen für den mineralischen Wandel durch Flüssigkeiten, die sich durch diese Kluften bewegt haben, meinen die Wissenschaftler der beteiligten Forschungseinrichtungen. Orbitalbeobachtungen können Erscheinungen identifizieren, die für künftige Forschungen von Interesse sind. Doch erst mit einer derart hoch auflösenden Kamera werden geologische Eigenschaften sichtbar. Beispielsweise markieren die Veränderungen entlang der Bruchstellen Orte, an denen die Wissenschaftler entscheidende Hinweise über biologische und chemische Prozesse zu finden erwarten. Allein die Auswertung der ersten Datenflut werde mehrere Jahre in Anspruch nehmen und letztlich Aufschluss geben über die Geschichte des Klimawandels auf dem Mars.

