Warum ist der richtige Luftdruck so wichtig?
Die eigene Sicherheit zu erhöhen und auch noch Geld zu sparen sind gleich zwei gute Gründe, um regelmäßig den Luftdruck zu überprüfen. Experten raten sogar dazu, bei jedem Tanken einen Blick auf die Reifen zu werfen und sich spätestens alle vier Wochen um den empfohlenen Reifendruck zu kümmern. Den richtigen Wert findet man auf einem Aufkleber im Handschuhfach, am Türholm oder in der Tankklappe sowie der Bedienungsanleitung.
Rund die Hälfte aller PKW in Deutschland ist mit dem falschen Luftdruck unterwegs. Das mindert die Sicherheit für alle Fahrer! Denn bei zu niedrigem Luftdruck steht der Reifen nicht mehr mit seiner ganzen Lauffläche auf der Fahrbahn, sondern nur noch mit den Flanken. Unter diesen Umständen verlängern sich die Bremswege und die Seitenführung lässt deutlich nach. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Ausbrechen des Autos kommen.
Doch auch zu hoher Luftdruck hat negative Folgen: Der Reifen rollt nur noch in der Mitte ab und verschleißt deutlich schneller. Außerdem erhöht sich der Bremsweg.
Worin liegt das Sparpotenzial beim Luftdruck?
Auswirkungen hat der Reifendruck aber auch auf den Geldbeutel. Bei richtigem Druck ist der Rollwiderstand optimal – der Wagen braucht so den wenigsten Kraftstoff. Bereits ein Unterschreiten von 0,2 bar lässt den Verbrauch um durchschnittlich 2 % steigen. Eine einfache Rechnung macht das Einsparpotenzial deutlich: Der deutsche Autofahrer legt durchschnittlich 15.000 Kilometer im Jahr zurück. Bei einem Benzinverbrauch von rund 8 Litern laufen jährlich rund 1.200 Liter Kraftstoff durch den Motor. 0,2 bar weniger Luftdruck als das vorgeschriebene Optimum bedeutet 24 Liter pro Jahr. Das sind mehr als 30 Euro. Darüber hinaus verkürzt zu geringer oder zu hoher Luftdruck das Leben des Reifens.
Warum verkürzt mehr Gummi auf der Straße den Bremsweg?
Wer früher mit breiten „Puschen“ unterwegs war, musste bei Regen entweder vom Gas gehen oder unliebsame Erfahrungen mit Aquaplaning machen. Dank neuer Materialien in der Lauffläche von Reifen und modernen Profildesigns bieten Breitreifen heute beste Wasserableitung und niedrigen Rollwiderstand. Anders gesagt: Breitreifen erhöhen die Fahrstabilität – auf gerader Strecke ebenso wie in Kurven. Auch die Leistung von ABS, ASR und ESP kann besser übertragen werden.
Was ist eigentlich ein Breitreifen?
Noch in den 80er Jahren galt ein Reifen mit 185 Millimeter Breite als Breitreifen. Heute sind solche Reifen bereits bei Kompakt- und Mittelklassewagen Standard. Die obere Mittelklasse, Oberklasse-Fahrzeuge oder getunte Autos fahren heute auf Pneus mit 20 und 30 Zentimeter Breite. Reifen, deren Seitenwand-Höhe weniger als 50 Prozent der Reifenbreite misst, werden als „Niederquerschnittsreifen“ bezeichnet. Das ist der treffendere Name für Breitreifen.

