Was macht einen guten Reifen bei Nässe aus?
Damit ein Reifen die enormen Wassermengen zur Seite ableiten kann und somit effektiv gegen Aquaplaning schützt, braucht er breite tiefe Profilrillen und kleine Entwässerungskanäle, die aus der so genannten Bodenaufstandsfläche – zwischen Fahrbahn und Reifen – hinaus führen. Der Fachmann spricht von einem hydrodynamischen Profil. Ein solches Profil ist einer der entscheidenden Faktoren des Regenreifens. Erfunden wurde er übrigens im Jahr 1969 von Ingenieuren der Firma Uniroyal. Nur ein Jahr später kamen die ersten Modelle mit dem bekannten Regenschirmsymbol auf den Markt.
Was macht einen guten Regenreifen aus?
Die modernen Autos sind voll von Hightech-Produkten. Dass auch die „Puschen“ dazu gehören, dürfte nur den Wenigsten klar sein. Die Hauptaufgabe für einen Reifen auf nasser Fahrbahn ist Aquaplaning. Bewältigt wird sie durch das hydrodynamische Profil bzw. ein strömungsoptimiertes Pfeilprofil, das eine turbinenartige Entwässerung ermöglicht. Außerdem muss der Reifen sicher Greifen. Hierfür sorgt das Gummi. Entscheidende Voraussetzung für guten "Grip" ist die Laufflächenmischung. Während den Reifen früher überwiegend Ruß beigemischt wurden, entwickelten Ingenieure in den 90er Jahren die Silica-Technologie. Dem Gummi wird dabei Silicas – eine aufbereitete Form von Quarz – beigemengt. Gemeinsam mit Weichmachern, Kautschuk, Harzen, Wachsen, Schwefel und weiteren Bestandteilen entsteht so ein Reifen, der auch bei erschwerten Bedingungen und hoher Geschwindigkeit gut haftet.
Wie verhält man sich bei Aquaplaning?
Wenn der Wagen trotz Regen- oder Winterreifen und ausreichendem Profil mit mindestens vier Millimetern einmal ins Schwimmen gerät, empfehlen Fachleute folgendes:
- Das Lenkrad festhalten, nur leichte Lenkbewegungen machen und nicht bremsen
- Geschwindigkeit durch Gaswegnehmen verringern
- Hektische Lenkbewegungen und scharfes Bremsen unbedingt vermeiden

