Mit Lichtgeschwindigkeit zur Sonne
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Mit Lichtgeschwindigkeit zur Sonne

Bild: Foto: Sven Vogt, Gerd Kienberger, Public domain, via Wikimedia Commons

"Weißt Du wie viel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt" heißt ein altes Volkslied. Vielleicht kennst du es ja. Wenn du in einer wolkenlosen Nacht zum Himmel schaust, ist dieser mit Sternen übersät. Wie viele sind es nun wirklich?

Von Hundert bis unendlich

Astronomen, also Sternforscher haben sich die Mühe gemacht, die leuchtenden Punkte zu zählen. Dabei kam heraus: Ohne Fernrohr kannst du ca. 5000 Sterne erkennen. Allerdings nur, wenn du von einem möglichst dunklen Ort zum Himmel schaust. Von einer hell beleuchteten Straße aus siehst du vielleicht nur 100 Sterne.

Astronomen verwenden besonders starke Ferngläser, um die Sterne zu beobachten. Das beste Fernglas, das es heute gibt, ist das Hubble-Weltraumteleskop. Damit kann man 70 Trilliarden Sterne (das sind 70 Tausend Millionen Millionen Millionen) beobachten. Geschrieben sieht das aus wie eine 7 mit 22 Nullen.
Manche Forscher nehmen sogar an, die Zahl der Sterne ist unendlich.

Düsenjet zur Sonne

Unser nächster Stern ist die Sonne. Sie ist 150 Millionen Kilometer von uns entfernt. Wenn du mit einem Düsenflieger zur Sonne unterwegs wärst, würdest du 30 Jahre brauchen, bis du dort ankommst.

Gemessen an den anderen Sternen ist diese Entfernung jedoch gar nicht weit. Der nächste sichtbare Stern außerhalb unseres Sonnensystems heißt Alpha Centauri. Er ist rund 40 000 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Das ist soviel wie eine 4 mit 13 Nullen dran.

Schnell wie das Licht

Weil die Sterne so unvorstellbar weit weg sind von der Erde gibt man ihre Entfernung häufig in Lichtjahren an. Das Licht bewegt sich nämlich viel schneller als der schnellste Düsenjet. Pro Sekunde legt es rund 300 000 Kilometer zurück. Der Sonnenstrahl, der dich jetzt gerade an der Nase kitzelt, brauchte also nur 8 Minuten, um die Strecke von der Sonne hierher zurückzulegen.

Licht aus Urzeiten

Ein Lichtjahr entspricht 10 000 Milliarden Kilometern. Du sparst dir eine Menge Nullen, wenn du Entfernungen im Weltraum in Lichtjahren angibst.
Alpha Centauri ist von der Erde 4 Lichtjahre entfernt.

Dagegen sind die fernsten Sterne, die im Hubble-Teleskop gerade noch sichtbar sind, rund 10 Milliarden Lichtjahre entfernt.
Kann also sein, dass ein Forscher einen "neuen" Stern entdeckt, der vor Urzeiten existiert hat und inzwischen längst erloschen ist.

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