Lebensräume in Gefahr
Als artenreichstes Ökosystem sind besonders die tropischen Regenwälder extrem bedroht. Ursache: Die Abholzung für die Nutzung als Acker- und Weideflächen. In Europa sind es vor allem Flüsse und Seen, die durch Verschmutzung und den Bau von Staudämmen als Lebensraum für viele Arten vernichtet werden.
Der WWF warnt vor dem Verbrauch der natürlichen Ressourcen - Erdöl, Gas, Kohle, Holz -, der die natürlichen Lebensräume der Erde zerstört. Schon heute übersteige dabei der tatsächliche Konsum die natürliche Kapazität des Planeten um 25 Prozent.
Mensch konsumiert zu viel
In diesem Zusammenhang gibt es einen Index, nämlich den ökologischen Fußabdruck. Damit wird die biologisch produktive Fläche bezeichnet, die benötigt wird, um alle Ressourcenbedürfnisse inklusive der Energieversorgung nachhaltig zu gewährleisten. Der Ausstoß von CO² ist durch die Verwendung von fossilen Brennstoffen in diesem Index der am schnellsten wachsende Faktor des ökologischen Fußabdrucks: Er hat sich zwischen den Jahren 1961 bis 2003 um ein neunfaches erhöht.
Im „Living Planet Report 2006“ appelliert die Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) zu einer nachhaltigen Lebensweise zum Schutz der natürlichen Ressourcen. Bereits 2050 – so geht es aus dem Bericht hervor – sei eigentlich ein weiterer Planet Erde notwendig, um die menschlichen Bedürfnisse nach Nahrung, Energie und Infrastruktur zu erfüllen, wenn dieser Entwicklung nicht entgegengewirkt werde.

