Perseiden 2016: Sternschnuppen diesmal besonders zahlreich
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Perseiden 2016: Sternschnuppen diesmal besonders zahlreich

Bild: Foto: Commander-pirx at German Wikipedia, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Alle zwölf Jahre sorgen Störeinflüsse vom Planeten Jupiter dafür, dass Teile des Kometenstaubs ein Stückchen näher in Richtung Erde geschoben werden. Dies war zuletzt 2004 der Fall und geschieht auch in diesem Jahr wieder. Dadurch fallen die Perseiden 2016 besonders üppig aus. Astronomen sagen voraus, dass die Erde in der Nacht vom 11. zum 12. August durch diesen besonders dichten Teil der Staubwolke fliegt.

Viele Sternschnuppen dank Jupiter

Alle zwölf Jahre sorgen Störeinflüsse vom Planeten Jupiter dafür, dass Teile des Kometenstaubs ein Stückchen näher in Richtung Erde geschoben werden. Dies war zuletzt 2004 der Fall und geschieht auch in diesem Jahr wieder. Dadurch fallen die Perseiden 2016 besonders üppig aus. Astronomen sagen voraus, dass die Erde in der Nacht vom 11. zum 12. August durch diesen besonders dichten Teil der Staubwolke fliegt.

Obwohl der eigentliche Höhepunkt der Perseiden erst morgen Nacht stattfindet, gibt es deshalb schon heute Nacht ein besonders spektakuläres Himmelsschauspiel. Nach Schätzungen von Astronomen könnten zeitweise fast doppelt so viele Sternschnuppen wie üblich fallen. Heute Nacht sollen durchschnittlich gut 100 Meteore pro Stunde zu sehen sein, darunter möglicherweise auch viele besonders helle.

"Die Perseiden sind ohnehin schon einer der besten und verlässlichsten Meteorschauer des Jahres", erklärt Mark Bailey vom Armagh Observatory in England. "Die Voraussagen für eine starke Aktivität in diesem Jahr machen die Beobachtung noch spannender. Es lohnt sich definitiv, einen Blick an den Nachthimmel zu werfen."

Darren Baskill

Um die Perseiden zu sehen, reicht das bloße Auge und ein halbwegs dunkler Standort mit guter Sicht auf den Himmel. Am besten macht man es sich auf einer Liege bequem und schaut nach oben. "Entspannen Sie sich, seien Sie geduldig und lassen Sie ihren Augen Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen", rät Alan MacRobert vom Magazin Sky&Telecope. "Mit ein wenig Glück werden Sie dann alle paar Minuten eine Sternschnuppe sehen."

Die günstigste Zeit für die Meteor-Beobachtung liegt heute in der zweiten Nachthälfte. Denn am Abend überstrahlt noch das helle Licht des Mondes die Leuchtspuren der Sternschnuppen. Er ist zurzeit zu drei Vierteln erleuchtet. Nach Mitternacht und vor allem in den frühen Morgenstunden aber steht der Mond schon dicht am Horizont oder ist bereits untergegangen. Dann lassen sich die Meteore am besten sehen.

mLu.fotos / CC-by-sa 2.0

Die Meteore des Perseidenschauers können dabei aus allen Himmelsregionen kommen. Denn der Radiant, die Region, aus der die Sternschnuppen zu kommen scheinen, liegt im Sternbild Perseus und das steht ab Mitternacht hoch am Himmel. Einige der Sternschnuppen in dieser Nacht könnten allerdings auch "Ausreißer" sein: Meteore, die zu den schwächeren Schauern der Delta Aquariiden und Kappa Cygniden gehören. Denn auch sie tragen zur "Sternschnuppen-Saison" im August bei.

Ein Trost für alle, bei denen heute Nacht Wolken die Sternschnuppen verdecken ist: "Wenn es am Morgen des 12. August bei Ihnen bewölkt ist, haben Sie noch eine Chance in der folgenden Nacht, denn dann kommt erst der reguläre Höhepunkt der Perseiden", erklärt David Asher vom Armagh Observatory.  Die Erde hat dann zwar den von Jupiter herangeschobenen Teil des Staubschweifs verlassen, fliegt aber nicht immer durch das Feld der Kometen-Teilchen hindurch.

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