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Plastikfasten - Mitmachen ist angesagt
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Plastikfasten - Mitmachen ist angesagt

Einkaufstüten, Verpackungen und Getränkeflaschen. Längst sind diese Dinge aus Plastik ganz normale Begleiter unseres Alltags geworden. In Europa sind wir Deutschen Spitzenreiter, wenn es um den Verbrauch von Plastik geht. 11,5 Millionen Tonnen Plastik verwenden wir jedes Jahr und fünf Millionen Tonnen davon…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt

Was denken Sie: Können Sie gänzlich auf Plastik verzichten? Und wenn nicht für immer, dann vielleicht wenigstens für die Fastenzeit? Finden Sie es doch einfach heraus. Die Umweltorganisation BUND hat eine Aktion ins Leben gerufen, die uns zu diesem Selbstexperiment auffordert: 40 Tage lang (und natürlich gerne auch länger) auf Plastik verzichten.

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Einkaufstüten, Verpackungen und Getränkeflaschen. Längst sind diese Dinge aus Plastik ganz normale Begleiter unseres Alltags geworden. In Europa sind wir Deutschen Spitzenreiter, wenn es um den Verbrauch von Plastik geht. 11,5 Millionen Tonnen Plastik verwenden wir jedes Jahr und fünf Millionen Tonnen davon schmeißen wir wieder weg. Wenn wir uns des Plastiks sowieso wieder entledigen, haben wir es dann wirklich unbedingt haben müssen? Nach dem Motto: "Plastik kommt uns nicht in die Tüte", ruft der BUND deshalb dazu auf, in der Fastenzeit so gut wie möglich Plastik zu vermeiden oder sogar ganz darauf zu verzichten. Unter dem Hashtag #Plastikfasten tauschen sich jetzt schon etliche Plastik-Vermeider über ihre Erfahrungen aus.

"Vielen Dank, aber ich brauche keine Tüte."

Wenn Sie sich dazu entschieden haben dabei zu sein, werden Sie schnell feststellen: In einigen Bereichen ist das deutlich leichter als in anderen. Im Supermarkt müssen wir uns ja noch ganz bewusst für die Plastiktüte entscheiden und auch dafür zahlen. Leicht, darauf zu verzichten, solange man nur daran denkt Alternativen dabei zu haben.

Im Bekleidungsgeschäft sieht das schon etwas anders aus. Wie selbstverständlich verschwindet an der Kasse das gerade erworbene Kleidungsstück in einer Plastiktüte. Ganz umsonst, das gehört zum Service. "Schönen Tag noch und besuchen sie uns bald wieder", und schon ist es passiert. Wieder hat eine überflüssige Tüte aus Plastik fast unbemerkt ihren Weg zu uns gefunden. Aber auch das können wir noch recht leicht vermeiden. "Vielen Dank, aber ich brauche keine Tüte." Den Satz sollten Sie sich gut einprägen, wenn sie bei der Aktion mitmachen wollen.

Die Königsdisziplin: Auf verstecktes Plastik verzichten

Noch etwas schwieriger wird es bei den Verpackungen. Im Supermarkt ist es nahezu unmöglich auf Plastik zu verzichten. Außer Getränken in Glasflaschen ist fast alles in Plastik eingehüllt. Und auch das Gemüse und Obst muss erst in eine Tüte gesteckt werden, um es dann wiegen zu können. Da bleibt einem häufig nur noch übrig, das Verpackungsmaterial nach dem Einkauf im Supermarkt zu lassen.

Am schwierigsten sieht es aber bei den gut versteckten Kunststoffen aus: Kleidung, Deo und Duschgel, auch sie enthalten oft Plastik. Da wird die Frage danach, was ich während der Plastikfastenzeit kaufen darf oder nicht schnell mal zum mühseligen Detektivspiel. Auf verstecktes Plastik zu verzichten stellt sozusagen die Königsdisziplin dar.

Wegwerfartikel sind das größte Problem

Unmöglich scheint es, zu einem Grad der absoluten Plastik-Vermeidung zu gelangen. Wenn wir es aber schaffen, allein auf die kurzlebigen Wegwerfartikel aus Plastik zu verzichten, dann ist schon sehr viel erreicht. Denn mit 35 Prozent haben gerade die Verpackungen den größten Anteil an unserem Kunststoffverbrauch. Und Plastiktüten haben eine durchschnittliche Gebrauchsdauer von gerade mal 25 Minuten.

In welchem Umfang und mit welcher Disziplin wir das Plastikfasten auch begehen werden, eines wird es in jedem Fall bringen: Einen bewussteren Umgang mit dem rohstoffverschwendenden und klimabelastenden Kunststoff, dessen Reste  sich in unseren Weltmeeren ansammeln. Und wenn wir auch in Zukunft nicht zu 100 Prozent Plastik in unserem Alltag vermeiden können, so gibt es doch sicherlich viele Bereiche, in denen jeder einzelne von uns auf so manches Plastikding verzichten kann. Also fangen wir doch gleich heute damit an.

(07.03.2014)

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