Radfahren - Gefahr an der Kreuzung
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Radfahren - Gefahr an der Kreuzung

Bild: Foto: Bybbisch94, Christian Gebhardt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wie es um die Sicherheit von Radfahrern bestellt ist, hat der ADAC nun am Beispiel von Kreuzungen und Grundstücksausfahrten auf 120 Teststrecken in zehn deutschen Landeshauptstädten untersucht. Insgesamt nahmen die Tester dabei 2.466 Kreuzungen und 445 Grundstückszufahrten unter die Lupe. Das Ergebnis fällt durchwachsen aus: Zwar waren die Gesamtergebnisse der Städte mit Noten zwischen sehr gut und ausreichend relativ positiv. Aber immerhin dreizehn Prozent der Testrouten fielen mit "mangelhaft" und "sehr mangelhaft" durch. 28 Prozent erreichten nur ein "ausreichend".

iStock.com, Terroa

Wie es um die Sicherheit von Radfahrern bestellt ist, hat der ADAC nun am Beispiel von Kreuzungen und Grundstücksausfahrten auf 120 Teststrecken in zehn deutschen Landeshauptstädten untersucht. Insgesamt nahmen die Tester dabei 2.466 Kreuzungen und 445 Grundstückszufahrten unter die Lupe. Das Ergebnis fällt durchwachsen aus: Zwar waren die Gesamtergebnisse der Städte mit Noten zwischen sehr gut und ausreichend relativ positiv. Aber immerhin dreizehn Prozent der Testrouten fielen mit "mangelhaft" und "sehr mangelhaft" durch. 28 Prozent erreichten nur ein "ausreichend".

Fehlende Markierungen, schlechte Sicht

Die Tester bemängeln unter anderem, dass Radwege an Kreuzungen unzureichend oder gar nicht markiert waren. Außerdem waren viele Radwege so weit von der Straße abgesetzt, dass Autofahrer ankommende Radler beim Abbiegen erst spät sehen konnten. Die Haltelinien für Fahrradfahrer an Ampeln lagen häufig nur wenig oder gar nicht vor denen für Kraftfahrzeuge.

Stark befahrene Straßen mussten Radfahrer zudem oft ohne Absicherungen wie etwa Mittelinseln überqueren, wie der ADAC berichtet. Bei seitlich abgesetzten Radwegen gab es an Grundstücksausfahrten häufig einen anderen Belag als auf dem Weg, was Vorfahrt für Autos suggerieren kann. Außerdem waren manche Grundstückszufahrten wegen Mauern oder Hecken kaum zu erkennen. "Der Radverkehr auf unseren Straßen nimmt stetig zu. Wir müssen aber auch gewährleisten, dass Radfahrer sicher unterwegs sein können. Dafür braucht es eine verbesserte Radverkehrsinfrastruktur", kommentiert ADAC-Vizepräsident Gerhard Hillebrand.

"Rücksichtsvolles Miteinander"

Erhöhte Sicherheit bringen nach Ansicht der Experten zum Beispiel auffällige Farbmarkierungen von Radwegen über Kreuzungen und Einmündungen. Poller im Kreuzungsbereich sorgen für freie Sicht, weil sie das Parken verhindern – und wenn abgesetzte Radwege an Kreuzungen zur Fahrbahn geführt werden, können Autofahrer die Radfahrer besser sehen. Auch hilfreich: große Aufstellflächen für Radler an Ampeln vor der Haltelinie des restlichen Verkehrs sowie die Aufpflasterung von Radwegen bei Einmündungen, um die Vorfahrt der Radfahrer zu verdeutlichen.

Der ADAC begrüßt, dass die Politik derzeit über Möglichkeiten diskutiert, wie potenzielle Konflikte zwischen Rad- und Autoverkehr entschärft werden können. Allerdings seien auch die Verkehrsteilnehmer selbst in der Pflicht: "Wir brauchen vor allem ein rücksichtsvolles Miteinander aller Verkehrsteilnehmer. Denn die Herausforderungen der Zukunft bewältigen wir nur mit einem integrierten Verkehrskonzept, in dem sowohl das Fahrrad als auch das Auto ihren Platz finden", betont Hillebrand.

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