Am 1. August 1998 trat die Rechtschreibreform in Deutschland in Kraft. Bereits seit 1996, als die Reform beschlossen worden war, hatte es Proteste gehagelt – aus Fachkreisen und der Öffentlichkeit gleichermaßen. Viele Vorschläge der Reformer sollten zwar der Vereinfachung dienen, schienen aber aus Sicht der Reformgegner eher viele liebgewonnene Wörter zu verunstalten. Zudem konnten die Kritiker der Rechtschreibreform nachweisen, dass viele Neuregelungen zur Groß- und Kleinschreibung und zum Zusammen- oder Getrenntschreiben unlogisch und damit schwer zu behalten waren. Nur ein kleiner Teil des Reformwerks stieß auf allgemeine Akzeptanz und konnte sich durchsetzen. Deshalb kam es zur Reform der Reform.




