Reptilien – Verwandte der Saurier
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Reptilien – Verwandte der Saurier

Bild: Foto: Kritzolina, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Echsen, Schlangen, Schildkröten und Krokodile nennt man Reptilien oder Kriechtiere. Sie gehören zu den ältesten Wirbeltieren und entwickelten sich vor etwa 300 Millionen Jahren. Vor 200 Millionen Jahren lebten riesige Dinosaurier auf der Erde. Ihre kleineren Verwandten finden wir heute fast überall

Vielerlei Gestalten

Die Reptilien entwickelten sich aus den Amphibien. Sie gingen aus dem Wasser auf das Festland. Als Landtiere mussten sie ihren Körper vom Boden abheben und laufen. Nicht alle sind dabei so flink wie die Eidechsen. Schildkröten schleppen sich mit ihrem Panzer gemächlich dahin. Auch Krokodile schieben ihren Körper meist nur knapp über den Boden. Manchmal fallen sie aber in Galopp und rennen dann recht schnell auf ihren kurzen Beinen. Schlangen haben gar keine Beine mehr. Sie schlängeln sich vorwärts oder winden sich seitwärts voran. Fast alle Kriechtiere können aber gut schwimmen und einige auch gut klettern.

Kaltes Blut

Reptilien sind wechselwarme Tiere. Ihr Blut ist immer nur so warm wie ihre Umgebung. Wenn es kalt wird, sinkt ihre Körpertemperatur und ihre Bewegungen werden langsamer. Unsere flinke Eidechse wird im Winter steif wie ein Stock und fällt dann in Kältestarre. In kalten Ländern gibt es deshalb nur wenige Reptilien. Die meisten Kriechtiere kommen in den warmen Ländern der Tropen vor.

Trockene Haut aus Horn

Reptilien wachsen ihr ganzes Leben lang. Bei den Schuppenkriechtieren - den Echsen und Schlangen - wächst die Haut aber nicht mit. Sie häuten sich daher in Abständen. Schlangen streifen dabei die Haut im Ganzen ab. Manchmal findet man ein solches Schlangenhemd. Schildkröten haben einen Panzer aus Knochen- und Hornplatten, der mit dem Alter immer schwerer wird. Auch die Panzerhaut der Krokodile verdickt sich ständig. Die Hülle aus Horn schützt die Tiere vor dem Austrocknen.

Harte und weiche Eier

Reptilien legen bis zu 100 Eier. Die Eier haben eine harte oder eine weiche, ledrige Schale und enthalten besonders große Dotter. Anders als die Vögel brüten Reptilien ihre Eier nicht selbst aus. Sie vergraben sie im Sand oder in einem Laubhaufen und lassen sie von der Sonne ausbrüten. Die Krokodile betreiben jedoch Brutpflege. Sie bewachen ihre Eier und betreuen die Jungen eine Zeit lang. Manche Schlangen und Echsen bringen lebende Junge zur Welt. Sie brüten die Eier in ihrem Bauch aus.

Gift und scharfe Zähne

Die meisten Reptilien sind Räuber. Sie jagen und fressen Tiere. Dafür sind sie bestens ausgestattet. Die Krokodile haben das kräftigste Gebiss aller Reptilien. Ihre Zähne wachsen bis zu 50-mal nach, wenn sie ihnen beim Kampf ausfallen. Aber weit mehr als das gewaltige Gebiss der Krokodile fürchten die Menschen die Giftzähne der Schlangen. Doch nur etwa 900 Schlangenarten sind wirklich giftig.

Arten im Überblick

Es gibt etwa 6 000 Arten von Reptilien.

Schildkröten:rund 220 Arten
Krokodile:rund 23 Arten
Echsen:rund 3 000 Arten
Schlangen:rund 2 800 Arten
Doppelschleichen:rund 150 Arten
Brückenechse:1 Art

Das größte lebende Reptil ist das Leistenkrokodil, das über 8 m lang werden kann, während das kleinste, der Jaragua sphaero (Gecko der Karibik) nur 1,6 cm lang ist.

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