Richtig unter Druck – auch im Winter
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Richtig unter Druck – auch im Winter

Bild: Foto: Un!Qu3-HH, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Laut Studien der Europäischen Union sind über 64 Prozent der PKW mit zu geringem Reifenluftdruck unterwegs. Was harmlos klingt, hat mehrfache Auswirkungen: auf die Sicherheit, den eigenen Geldbeutel und den CO2-Ausstoß.

Laut Studien der Europäischen Union sind über 64 Prozent der PKW mit zu geringem Reifenluftdruck unterwegs. Was harmlos klingt, hat mehrfache Auswirkungen: auf die Sicherheit, den eigenen Geldbeutel und den CO2-Ausstoß.

Mehr Sicherheit

Bei zu niedrigem Luftdruck steht der Reifen nicht mehr mit seiner ganzen Lauffläche auf der Fahrbahn, sondern nur noch mit den Flanken. Unter diesen Umständen verlängern sich die Bremswege und die Seitenführung lässt deutlich nach. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Ausbrechen des Autos kommen. Doch auch zu hoher Luftdruck hat negative Folgen: Der Reifen rollt nur noch in der Mitte ab und verschleißt deutlich schneller. Außerdem erhöht sich der Bremsweg. Ein idealer Luftdruck erhöht dagegen die Fahrzeugsicherheit – insbesondere bei Kurvenfahrten.

Weniger Kosten

Auswirkungen hat der Reifendruck aber auch auf den eigenen Geldbeutel. Bei richtigem Druck ist der Rollwiderstand optimal – der Wagen braucht so den wenigsten Kraftstoff. Bereits ein Unterschreiten von 0,3 bar für alle vier Reifen lässt den Verbrauch um durchschnittlich 1 Prozent steigen. Eine einfache Rechnung macht das Einsparpotenzial deutlich: Der deutsche Autofahrer legt durchschnittlich 15 000 Kilometer im Jahr zurück. Bei einem Benzinverbrauch von rund 8 Litern laufen jährlich rund 1 200 Liter Kraftstoff durch den Motor. Bereits 0,3 bar weniger Luftdruck als das vorgeschriebene Optimum bedeutet 12 Liter pro Jahr. Das sind knapp 20 Euro. Darüber hinaus verkürzt zu geringer oder zu hoher Luftdruck das Leben des Reifens.

Weniger CO2-Ausstoß

Weniger Kraftstoffverbrauch bedeutet auch weniger Emissionen von Kohlendioxid. Experten gehen davon aus, dass das Einsparpotenzial allein in Europa bei mehr als zehn Millionen Tonnen CO2 pro Jahr liegt.

Regelmäßig prüfen

Experten raten, bei jedem Tanken einen Blick auf die Reifen zu werfen und sich spätestens alle vier Wochen um den empfohlenen Reifendruck zu kümmern. Den richtigen Wert findet man auf einem Aufkleber im Handschuhfach, am Türholm oder in der Tankklappe sowie der Bedienungsanleitung.

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