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Schneller als das Licht? – Der endlose Streit um die Warptechnologie
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Schneller als das Licht? – Der endlose Streit um die Warptechnologie

Im Kino sieht alles ganz einfach aus. Der Captain schnippt mit dem Finger, ruft aufmunternd “Energie“ und schon dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Außerhalb der Leinwände gestalten sich Reisen in die unendlichen Weiten des Universums bedeutend komplizierter. Denn obwohl…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt

Die “warp-drive spacetime“-Theorie

Artikelbild

Das betrifft vor allem Miguel Alcubierres legendäre “warp-drive spacetime“-Theorie. Der Physiker von der University of Wales in Cardiff hatte 1994 behauptet, dass Weltraumreisen mit Überlichtgeschwindigkeit nicht nur möglich seien, sondern darüber hinaus noch im Einklang mit Albert Einsteins spezieller Relativitätstheorie stehen würden. Darin hatte Einstein nachzuweisen versucht, dass sich kein Objekt schneller als das Licht bewegen kann, welches im Vakuum rund 300.000 Kilometer pro Sekunde zurücklegt. Alcubierre jonglierte seinerzeit mit dem Begriff der “Raumzeit“, der alle drei Raumdimensionen und obendrein noch die Zeitdimension umfasst. Um damit einen Warpantrieb aktivieren und die unendlichen Weiten des Universums erforschen zu können, müsste diese Raumzeit vor einem Sternenschiff kontrahiert und hinter ihm gedehnt werden. Durch eine solche Raumkrümmung könnte die Raumzeit dann selbst bewegt werden und das Schiff, das an sich keine Lichtgeschwindigkeit erreicht, mit Überlichtgeschwindigkeit transportieren.

Artikelbild

Das entscheidende Problem dieser schönen Idee liegt in der praktischen Umsetzung. Denn um den Raum zu krümmen, müsste der Warpantrieb gigantische Gravitationsfelder produzieren, deren Erzeugung das gesamte Universum in eine dramatische Energiekrise stürzen dürfte. Das behaupteten jedenfalls Mitchell Pfenning und Larry Ford von der Tufts University in Medford, Massachussetts. Sie untersuchten Alcubierres Modell im Hinblick auf seine technische Realisierbarkeit und gelangten zu dem Schluss, dass eine Warpreise etwa zehn Milliarden mal mehr Energie verbrauchen würde, als die gesamte sichtbare Masse im Universum aufbringt.

Alcubierre ließ sich von diesen ernüchternden Berechnungen nicht irritieren, denn er wollte angeblich nur den Beweis liefern, dass Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit wenigstens theoretisch möglich sind: “Außerdem gehen Ford und Pfenning von einem Raum aus, der zuvor nicht gekrümmt ist, und wir wissen noch zu wenig über die Quantengravitation - vielleicht kann die ja helfen.“

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