Schlank und hoch gewachsen
Der Blaue Eisenhut will oft hoch hinaus. Er kann bis zu 1,5 Meter hoch wachsen. Er besitzt einen festen, gerade gewachsenen Stängel, an dem sich die Blätter dicht an einander reihen. Sie sind bis zu sieben Mal unterteilt, auf der Oberseite dunkel- und auf der Unterseite hellgrün. Die Blüten sind – wie der Name schon sagt – blau. Sie stehen in dichten, symmetrisch angeordneten Trauben. Innerhalb des Blütenkelchs befinden sich bis zu fünf Fruchtknoten. Besonders Hummeln bestäuben die Pflanze und sichern damit die Fortpflanzung. Während der Blütezeit von Juni bis Oktober entwickelt sich eine Tochterknolle, die sich von der Mutterknolle nährt und im folgenden Jahr eine Pflanze bildet.
Im Garten heimisch
Der Blaue Eisenhut gedeiht auf humus- und kalkreichen Böden, die vor der Sonne geschützt und entsprechend kühl und feucht sind. Diese Bedingungen findet er im heimischen Garten oft vor. Eisenhut keimt bei Frost, daher wächst er – wenn überhaupt in der freien Natur – im Mittelgebirge und in den Alpen. Der Eisenhut steht unter Naturschutz. Er ist in der freien Natur ziemlich selten geworden, hat sich aber als Gartenpflanze bewährt. Aufgrund seiner Ansprüche an den Boden, ist er ein guter Indikator für den Nährstoffgehalt. Dort, wo er eingeht, ist der Boden eindeutig zu stickstoffhaltig.
Die Dosis macht’s
Fand der Eisenhut früher als Arzneipflanze auch in der Schulmedizin Anwendung, so kommt er heute nur noch in der Homöopathie zum Einsatz - beispielsweise bei der Behandlung von Grippeerkrankungen. Es sind vor allem die Tochterknollen, die sich zur Gewinnung des ärztlich wirksamen Bestandteils Alkaliod Aconitin eignen. Mit Eisenhutkraut wurden dagegen weniger Erfolge erzielt. Geerntet werden die Pflanzen im Sommer zur Blütezeit. Der Wirkstoff wurde zu einer ein- bis zweiprozentigen Salbe verarbeitet, die bei Muskel-, Gelenk- und Nervenerkrankungen helfen sollte. Vor allem war sie Schmerz lindernd.

