Warum wird das Gas in der Klimaanlage flüssig?
Die Aufgabe einer Klimaanlage ist es, Wärme nach draußen zu leiten. Dafür enthält sie ein so genanntes Kältemittel. Das Kältemittel ist zunächst gasförmig und wird im Außenteil der Anlage in einen Verdichter eingesaugt. Durch diesen Vorgang wird es zusammengedrückt, wobei es sich erhitzt – und zwar erheblich stärker als die Außenluft. Jetzt kommen Ventilatoren zum Einsatz, die die Außenluft einsaugen und dabei das Gas abkühlen, bis es flüssig wird. Diese Flüssigkeit wird nun in den inneren Teil der Anlage geleitet, um dort zu verdunsten – also gasförmig zu werden – und dabei Kälte zu erzeugen.
Was ist ein Kältemittel?
Durch die Verwendung in Kühl- und Gefrierschränken ist vielen Verbrauchern FCKW ein Begriff. Dieses Kältemittel wird jedoch wegen seiner nachgewiesenen schädigenden Wirkung auf die Ozonschicht nicht mehr eingesetzt. Stattdessen haben Ammoniak, Propan oder Butan an Bedeutung gewonnen. Allen gemeinsam ist, dass sie durch Verdampfen bei niedriger Temperatur und geringem Druck Wärme aufnehmen und dass sie durch Verflüssigen bei höherer Temperatur und Druck wiederum Wärme abgeben.
Wie hoch ist der Energieverbrauch einer Klimaanlage?
Laut Informationen der Deutschen Energieagentur dena verursacht ein durchschnittlich großes Raumklimagerät innerhalb eines Monats ähnlich hohe Stromkosten wie eine Kühl-Gefrierkombination. Wer dennoch auch in heißen Zeiten einen kühlen Kopf bewahren will, sollte sich beim Kauf den ausgewiesenen Energieverbrauch anschauen. Seit Dezember 2004 gibt darüber ein EU-Label Aufschluss, das die Geräte in Gruppen von „A“ bis „G“ einteilt. „A“ hat den niedrigsten Stromverbrauch.

