Das größte Bild aus Reifenspuren
Hätte man sich am 18. Januar 2015 in der Erdumlaufbahn befunden, hätte man ihn lesen können – den riesigen Schriftzug „Steph ♥s you“ im Wüstenboden von Delamar Dry Lakes in Nevada. Die Steph, von der diese Liebesbotschaft kommt, heißt eigentlich Stephanie. Sie ist ein zwölfjähriges Mädchen aus Texas und richtet diese Botschaft an ihren Vater. Dieser befand sich zu diesem Zeitpunkt rund 400 Kilometer über dem Wüstenboden: Er war Astronaut auf der internationalen Raumstation ISS.
Damit diese Botschaft im Orbit zu sehen war, musste sie so groß wie eine Stadt sein. Wie aber zeichnet man so große Buchstaben in den Wüstensand? Zu Hilfe kam – natürlich nicht uneigennützig - der Autohersteller Hyundai. Er ließ Stephanies Botschaft mit Hilfe der Reifenspuren von elf parallel fahrenden Autos der Marke Hyundai Genesis in den Sand malen – und machte das Ganze damit zum größten Bild aus Reifenspuren und zu einer raffinierten Werbeaktion. Das Video, das die Geschichte hinter dem Schriftzug zeigt, wurde auf YouTube über 69 Millionen mal aufgerufen.
Der meistgesehene Film-Trailer
Apropos Youtube: Einen weiteren Rekord des Jahres hat ein Filmtrailer auf dieser Videoplattform geknackt. Als im April 2015 der zweite Teaser des neuen Star Wars-Spielfilms "Das Erwachen der Macht" veröffentlicht wurde, hatte der nur zweiminütige Kurzfilm schon nach 24 Stunden 30,65 Millionen Klicks – ein neuer Rekord. Der Trailer zeigt unter anderem Harrison Ford als den Weltraumpiloten Han Solo und seinen haarigen Co- Piloten Chewbacca und löste eine unglaubliche Welle der Begeisterung bei Star Wars- Fans weltweit aus.
Die größten, aus Menschen gebildeten Olympischen Ringe
Dieser Rekord spiegelt die Freude der einen und das Leid der anderen wieder. Die Stadt Hamburg stand dieses Jahr vor der Wahl, eine Olympiabewerbung einzureichen und ließ ihre Einwohner entscheiden. Zuvor rührten Befürworter die Werbetrommel und veranstalteten diesen Rekordversuch: Das Miniaturwunderland Hamburg rief Befürworter dazu auf, sich im Stadtpark zu versammeln und das Sinnbild Olympias, die fünf Ringe, nachzubilden.
Mit Erfolg: 6.211 Menschen in bunten Regenmänteln folgten dem Aufruf und brachen den vorherigen Rekord aus London. Den Guinness Weltrekord haben die Olympia-Fans in Hamburg damit geschafft – bei der entscheidenden Abstimmung half ihnen das aber nichts: Die Mehrheit der Hamburger entschied sich gegen olympische Spiele in der Hansestadt.
Ein skateboardender Hund im Beintunnel
Otto, die skatende Bulldogge schlug ganz schöne Wellen in den deutschen Medien – und das zu Recht. Wer könnte schließlich so einem niedlichen Hundegesicht wiederstehen? Lässig skatete die Bulldogge am 8. November 2015 zwischen den Beinen von 30 Menschen hindurch und stellte damit einen neuen Weltrekord auf. Otto ist offiziell die Bulldogge, die den längsten Beintunnel auf einem Skateboard durchsurft hat. Der Hund scheint dabei das Gleichgewicht besser halten zu können, als manch ein Zweibeiner.
Zwölf Emmy Awards auf einen Streich
Der Emmy Award ist der bedeutendste Fernsehpreis in den USA – sozusagen der Oscar für Fernsehproduktionen aller Art. In diesem Jahr stellte hier die Fantasy- Dramaserie "Game of Thrones" einen neuen Guinness-Weltrekord auf: Sie war für unglaubliche 24 Awards nominiert und räumte schließlich zwölf dieser Auszeichnungen ab. Damit löste sie nach 15 Jahren den vorherigen Rekordhalter, die Serie "The West Wing" mit neun Emmys ab.
Das schnellste Erreichen von einer Million Twitter-Followern
Eine Person des Jahres ist ohne Frage Caitlyn Jenner, vormals Bruce Jenner. Mit ihrer Transformation von Bruce zu Caitlyn wirbelte der gefeierte Reality-Star die Medienwelt durcheinander und eroberte den Kurznachrichtendienst Twitter im Sturm. Innerhalb von 4 Stunden und 3 Minuten erreichte ihr Account @Caitlyn_Jenner die eine Million Follower-Marke und brach damit den bestehenden Guinness Weltrekord, der Anfang des Jahres von keinem geringeren als US-Präsident Barack Obama aufgestellt worden war.
Fünf Tore in neun Minuten
Neun Minuten, fünf Tore, vier Rekorde – das war die Quote des Fußballspielers Robert Lewandowski am 22. September im Spiel FC Bayern München gegen Wolfsburg. Was da in den neun Minuten nach seiner Einwechslung geschehen ist, kann sich keiner so recht erklären – weder Trainer, noch Zuschauer, noch Lewandowski selber. Aber er sicherte nicht nur seiner Mannschaft den Sieg, er schaffte damit auch noch gleich vier Guinness Weltrekorde.
Der 27-jährige Stürmer sicherte sich die Rekorde für: den schnellsten Bundesliga- Hattrick (3 Minuten 22 Sekunden), die schnellsten vier Tore in einem Bundesligaspiel (5 Minuten 42 Sekunden), die schnellsten fünf Tore in einem Bundesligaspiel (8 Minuten 59 Sekunden) und die meisten Tore eines Ersatzspielers in einem Bundesligaspiel (5 Tore).


