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So machen sich Tiere fit für den Winter
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

So machen sich Tiere fit für den Winter

Im Winter scheint das Leben in der Natur nahezu still zu stehen. Denn in den kalten Monaten lassen sich draußen viel weniger Tiere blicken als sonst. Einzig am Vogelfutterhäuschen herrscht noch reges Treiben. Bisweilen lassen sich Rehe und Hirsche entdecken oder ein Eichhörnchen, das verschlafen in der Erde buddelt.…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt
Artikelbild

pixabay.com, Alexas_foto

Im Winter scheint das Leben in der Natur nahezu still zu stehen. Denn in den kalten Monaten lassen sich draußen viel weniger Tiere blicken als sonst. Einzig am Vogelfutterhäuschen herrscht noch reges Treiben. Bisweilen lassen sich Rehe und Hirsche entdecken oder ein Eichhörnchen, das verschlafen in der Erde buddelt. Die meisten Tiere aber verschwinden in der dunklen Jahreszeit für eine gewisse Zeit von der Bildfläche: Sie ziehen sich in gemütliche Verstecke zurück oder wandern vorübergehend aus.

So beginnen unter anderem Schwalben, Drosseln, Kraniche und Nachtigallen im Herbst eine große Reise zu wärmeren Gefilden. Geleitet von ihrem Instinkt und einem angeborenen Kompass brechen die Zugvögel in Scharen zu ihren Winterquartieren in Afrika, Südasien oder dem Mittelmeerraum auf, wenn die Tage bei uns kürzer werden. Die ersten von ihnen machen sich bereits ab Anfang August auf den Weg.

Artikelbild

pixabay.com, rihaji

Etwa die Hälfte der rund 250 Vogelarten, die in Deutschland brüten, gehören dem Naturschutzbund Nabu zufolge zu den Zugvögeln. Sie sind vorwiegend Insektenfresser und finden im Winter nicht mehr genügend Nahrung bei uns. Bleiben sie, drohen sie zu verhungern oder zu erfrieren. Deshalb kommen sie erst mit den wärmeren Temperaturen im Frühjahr zurück, wenn hierzulande wieder viele Insekten durch die Luft schwirren.

Längst verlassen jedoch nicht mehr so viele Vögel wie einst ihre Sommerheimat. Manche Arten ersparen sich die kräftezehrende Reise inzwischen teilweise oder ganz und reagieren damit auf die erhöhten Temperaturen durch den Klimawandel. Weißstörche oder Mönchsgrasmücken etwa legen seit einigen Jahren immer kürzere Strecken zurück - manche Exemplare überwintern sogar in Deutschland. Dank zunehmend milden Bedingungen finden sie in unseren Breitengraden auch im Winter noch ausreichend Nahrung.

Artikelbild

pixabay.com, LuidmilaKot

Am Himmel sehen Naturbeobachter ziehende Vögel, wenn es auf den Winter zugeht. Am Boden können sie dagegen regem Treiben einer anderen Art zuschauen: Viele Tiere sind im Herbst emsig dabei, einen Futtervorrat anzulegen. Eichhörnchen sammeln jetzt zum Beispiel Nüsse, Eicheln und Buchecker und vergraben die Leckereien unter Laub oder in der Erde. Warum? Die Nagetiere mit dem buschigen Schwanz verschlafen im Winter zwar viel Zeit in ihrem ausgepolsterten Nest. Sie wachen aber immer wieder mit knurrendem Magen auf. Ihre Energiespeicher können sie dann mit der im Herbst bevorrateten Nahrung füllen.

Eine ähnliche Strategie verfolgen auch der Eichelhäher und der Maulwurf. Während der Vogel wie das Eichhörnchen mit Vorliebe Eicheln für die kalte Jahreszeit versteckt, legt sich der Erdbewohner vor dem Winter eine Art Frischfleischdepot an. Dafür begibt er sich auf Regenwurmjagd und beißt seiner Beute anschließend den Kopf ab. Auf diese Weise können die Würmer nicht davonkriechen und lassen sich bestens bevorraten.

Artikelbild

thinkstock.com, reptiles4all

Fressen, fressen, fressen

Im Gegensatz zu Eichhörnchen verschlafen Tiere wie Igel, Hamster und Siebenschläfer den Winter komplett. Ihre gesamten Körpervorgänge laufen in den kalten Monaten auf Sparflamme - ein bisschen Energie verbrauchen sie aber trotzdem. Daher müssen sich diese Arten im Herbst eine dicke Speckschicht anfressen, um den Winterschlaf gut zu überstehen. Sie schlagen sich den Bauch so voll wie es nur geht, damit der Körper ausreichend Fettreserven hat, von denen er zehren kann. Igel sind zu diesem Zweck entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit auch über Tag aktiv.

Außerdem errichten sich die Tiere in dieser Zeit ein frostsicheres Winterquartier. Das kann ein selbst gegrabener Erdbau oder ein im tiefen Herbstlaub verborgenes Nest sein. In der Regel beziehen Igel und Co ihren Rückzugsort spätestens im Laufe des Novembers - und kommen erst Monate später wieder daraus zum Vorschein.

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