Begriff aus der → Vulkanologie. Spalteneruptionen unterscheiden sich von den ebenfalls durch basaltische → Laven charakterisierten → hawaiianischen Eruptionen dadurch, dass sich enorme Mengen an dünnflüssiger Lava aus Spalten ergießen, die mitunter viele Kilometer lang sind. Bei dieser Art der Ausbruchstätigkeit fehlt ein zentraler Schlot, der für die klassischen Vulkanberge typisch ist. Die Lava breitet sich über weite Flächen aus, und es bilden sich große → Lavaplateaus. Fernab von den großen Vulkangebieten der Erde, den Rändern der Lithosphärenplatten, finden sich basaltische Flächenergüsse von erheblicher Ausdehnung. Ihre Mächtigkeit kann mehrere hundert Meter betragen. So zum Beispiel im Hochland von Dekan in Vorderindien, im mittelsibirischen Bergland und in Kanada. Diese Plateaubasalte werden wegen ihrer treppenartigen Morphologie infolge häufiger horizontaler Flächenergüsse als Trapp bezeichnet. Sie entstehen durch Spalteneruptionen von sehr flüssigem Basalt. Die Lava breitet sich ziemlich schnell von den Spalten her zu beiden Seiten aus. Es bildet sich dabei eher eine ausgedehnte, plateauartige Lavadecke als ein Vulkankegel, da ein typischer Krater fehlt. Die Flutbasalte des Columbia-Plateaus im Nordwesten der USA bedeckten 200 000 km2 Land. Die Ergüsse waren so flüssig, dass sie sich teilweise bis zu 60 km ausbreiteten.Die Ursachen, die zu dieser Form von Intraplattenvulkanismus führen, werden noch diskutiert. Einige Geologen nehmen an, dass basaltische Laven als partielle Schmelzen des unterlagernden Mantels durch Störungen in der Lithosphäre unbekannter Entstehung aufsteigen. Der Aufstieg des Basalts erfolgt dabei sehr rasch und ohne nennenswerte Durchmischung mit dem sauren Krustenmaterial.

Bild: Foto: Jörg Braukmann, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
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