Vieräuglein, Sechsäuglein, Achtäuglein
Spinnen haben einen zweigeteilten Körper: Kopf und Brust sind miteinander verwachsen. Daran schließt sich der Hinterleib an. Das Kopf-Brust-Stück trägt bis zu acht Augen, zwei Paar Mundwerkzeuge und acht Beine. Trotz ihrer vielen Augen können die meisten Spinnen höchstens Hell und Dunkel unterscheiden. Nur die so genannten Jagdspinnen, die ihre Beute anspringen, sehen etwas besser. Die Waffen der Spinnen sind ihre beiden beweglichen Kieferklauen. Sie stehen mit Giftdrüsen in Verbindung. Wenn eine Spinne zubeißt, fließt gleichzeitig Gift in ihr Opfer.
Am seidenen Faden
Die meisten Spinnen sind Webspinnen. Sie besitzen Spinnwarzen, aus denen sie verschiedenartige Spinnfäden pressen. Die Spinnflüssigkeit wird von Spinndrüsen im Hinterleib erzeugt. Sobald diese in die Luft geschossen wird, wird sie fest und elastisch. Der Seidenfaden einer Kreuzspinne ist viermal dünner als ein Haar. Er ist aber doppelt so reißfest wie ein gleich dünner Stahlfaden.
Walzenspinnen erzeugen sogar tausendmal dünnere Spinnfäden. Netzspinnen weben mit den Fäden ihre Fangnetze und spinnen die Beutetiere ein. Andere Webspinnen bauen sich Wohnröhren. Fast alle spinnen einen Kokon aus Fäden um ihre Eier. Die Weberknechte besitzen keine Spinnwarzen.
Giftige Verwandtschaft
Die größten Spinnentiere sind die Skorpione. Sie leben alle in warmen Ländern und haben kaum Ähnlichkeit mit Spinnen. Skorpione sind giftiger als die meisten Spinnen. Sie besitzen einen Giftstachel, den sie über den Körper nach vorne biegen. Im Unterschied zu den Spinnen legen sie keine Eier. Sie bringen lebende Junge zur Welt.
Milben hausen überall
Die Milben bilden die dritte große Gruppe der Spinnentiere. Viele von ihnen sind nur unter dem Mikroskop genau zu erkennen. Sie leben im Wasser, auf der Erde und fliegen in der Luft. Man hat schon Milben in der Antarktis und in heißen Quellen gefunden. Täglich werden neue Arten entdeckt. Die Milben sind größtenteils Schmarotzer, die auf Kosten anderer Tiere leben. Aus Milbeneiern schlüpfen zuerst Larven. Diese verwandeln sich in die fertige Milbe.
Arten im Überblick
Es gibt etwa 100 000 Arten von Spinnentieren. Die wichtigsten Spinnentiere sind:
| Webspinnen: | rund 30000 Arten |
| Walzenspinnen: | rund 850 Arten |
| Weberknechte: | rund 3 700 Arten |
| Skorpione: | rund 600 Arten |
| Milben: | rund 40000 Arten |
Die größte Spinne der Welt ist die Vogelspinne, die bis zu 12 cm lang wird. Mit 1 mm Länge ist dagegen die Zwergspinne die kleinste Spinne der Welt und mit blosem Auge kaum zu sehen.
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N.N.
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