Spinnentiere
Natur & Umwelt

Spinnentiere

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Spinnen haben einen zweigeteilten Körper: Kopf und Brust sind miteinander verwachsen. Daran schließt sich der Hinterleib an. Das Kopf-Brust-Stück trägt bis zu acht Augen, zwei Paar Mundwerkzeuge und acht Beine. Trotz ihrer vielen Augen können die meisten Spinnen höchstens Hell und Dunkel unterscheiden. Nur die so genannten Jagdspinnen, die ihre Beute anspringen, sehen etwas besser. Die Waffen der Spinnen sind ihre beiden beweglichen Kieferklauen. Sie stehen mit Giftdrüsen in Verbindung. Wenn eine Spinne zubeißt, fließt gleichzeitig Gift in ihr Opfer.

Vieräuglein, Sechsäuglein, Achtäuglein

Spinnen haben einen zweigeteilten Körper: Kopf und Brust sind miteinander verwachsen. Daran schließt sich der Hinterleib an. Das Kopf-Brust-Stück trägt bis zu acht Augen, zwei Paar Mundwerkzeuge und acht Beine. Trotz ihrer vielen Augen können die meisten Spinnen höchstens Hell und Dunkel unterscheiden. Nur die so genannten Jagdspinnen, die ihre Beute anspringen, sehen etwas besser. Die Waffen der Spinnen sind ihre beiden beweglichen Kieferklauen. Sie stehen mit Giftdrüsen in Verbindung. Wenn eine Spinne zubeißt, fließt gleichzeitig Gift in ihr Opfer.

Am seidenen Faden

Die meisten Spinnen sind Webspinnen. Sie besitzen Spinnwarzen, aus denen sie verschiedenartige Spinnfäden pressen. Die Spinnflüssigkeit wird von Spinndrüsen im Hinterleib erzeugt. Sobald diese in die Luft geschossen wird, wird sie fest und elastisch. Der Seidenfaden einer Kreuzspinne ist viermal dünner als ein Haar. Er ist aber doppelt so reißfest wie ein gleich dünner Stahlfaden.

Walzenspinnen erzeugen sogar tausendmal dünnere Spinnfäden. Netzspinnen weben mit den Fäden ihre Fangnetze und spinnen die Beutetiere ein. Andere Webspinnen bauen sich Wohnröhren. Fast alle spinnen einen Kokon aus Fäden um ihre Eier. Die Weberknechte besitzen keine Spinnwarzen.

Giftige Verwandtschaft

Die größten Spinnentiere sind die Skorpione. Sie leben alle in warmen Ländern und haben kaum Ähnlichkeit mit Spinnen. Skorpione sind giftiger als die meisten Spinnen. Sie besitzen einen Giftstachel, den sie über den Körper nach vorne biegen. Im Unterschied zu den Spinnen legen sie keine Eier. Sie bringen lebende Junge zur Welt.

Milben hausen überall

Die Milben bilden die dritte große Gruppe der Spinnentiere. Viele von ihnen sind nur unter dem Mikroskop genau zu erkennen. Sie leben im Wasser, auf der Erde und fliegen in der Luft. Man hat schon Milben in der Antarktis und in heißen Quellen gefunden. Täglich werden neue Arten entdeckt. Die Milben sind größtenteils Schmarotzer, die auf Kosten anderer Tiere leben. Aus Milbeneiern schlüpfen zuerst Larven. Diese verwandeln sich in die fertige Milbe.

Arten im Überblick

Es gibt etwa 100 000 Arten von Spinnentieren. Die wichtigsten Spinnentiere sind:

Webspinnen: rund 30000 Arten
Walzenspinnen: rund 850 Arten
Weberknechte: rund 3 700 Arten
Skorpione: rund 600 Arten
Milben: rund 40000 Arten

Die größte Spinne der Welt ist die Vogelspinne, die bis zu 12 cm lang wird. Mit 1 mm Länge ist dagegen die Zwergspinne die kleinste Spinne der Welt und mit blosem Auge kaum zu sehen.

Buch-Tipps

N.N.
Bertelsmann Kinder-Tierlexikon
Bertelsmann Lexikon Institut Januar 2002
288 Seiten
19,95 €
ab 6 Jahren
Buch bestellen

Mehr aus Natur & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Natur & Umwelt.

Alle Natur & Umwelt-Artikel
Der Ozean kommt außer Atem: Warum unser größter Klimapuffer schwächelt
Natur & Umwelt

Der Ozean kommt außer Atem: Warum unser größter Klimapuffer schwächelt

29. Oktober 2026

Der Ozean hat fast 30 Prozent des CO2 geschluckt, das wir je emittiert haben – doch durch die Erderwärmung nimmt er bereits sechs Prozent weniger auf als möglich. Was dieser versteckte Kipppunkt für uns bedeutet.

Rechtspersönlichkeit für Ökosysteme: Mar Menor klagt in Spanien
Natur & Umwelt

Rechtspersönlichkeit für Ökosysteme: Mar Menor klagt in Spanien

23. Oktober 2026

Die spanische Lagune Mar Menor hat seit 2022 Rechtspersönlichkeit – als erstes Ökosystem Europas. Felix Aiwanger vom Max-Planck-Institut erklärt, wer künftig klagen könnte und wie Deutschland im internationalen…

Hummelähnliche Insektenart nach 150 Jahren in Frankreich wiederentdeckt
Natur & Umwelt

Hummelähnliche Insektenart nach 150 Jahren in Frankreich wiederentdeckt

21. Oktober 2026

Eine hummelähnliche Insektenart, die seit rund 150 Jahren in Frankreich als verschwunden galt, wurde im Raum Paris erneut gesichtet. Forschende sehen den Fund als Beleg für eine globale Taxonomie-Krise.

Wie die Ölindustrie den Zweifel am Klimawandel erfand
Natur & Umwelt

Wie die Ölindustrie den Zweifel am Klimawandel erfand

19. Oktober 2026

Ein neuer Bericht dokumentiert, wie fossile Konzerne systematisch Desinformation über die menschengemachte Erderwärmung verbreiteten. Klimaforscher Stefan Rahmstorf empfiehlt die Lektüre dringend.

← Zurück zu Natur & UmweltZur Startseite