Sternenhimmel im April 2016
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Sternenhimmel im April 2016

Bild: Foto: Wilhelm Zimmerling PAR, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Am Nachthimmel ist nun klar das Frühlings-Dreieck zu sehen – ein Zeichen, dass auch am Himmel der Frühling einkehrt. Ebenfalls einen großen Auftritt hat der Mars. Der rote Planet leuchtet in diesem April so groß und hell wie seit zehn Jahren nicht mehr. außerdem bringt uns dieser Monat den zweitkleinsten Vollmond der nächsten zehn Jahre und einen Meteorschauer.

Mond verdeckt Venus

Am 6. April ist – leider kurz nach Sonnenaufgang - ein besonderes Schauspiel am Himmel zu sehen: Der Mond wird vor der Venus vorbeiziehen und sie dabei verdecken. Vom Mond ist dabei nur eine ganz dünne Sichel erleuchtet, so dass er die helle Venus nicht überstrahlt. Sie wird für eine gute Minute hinter dem dunklen Teil des Mondes versteckt sein, bis sie wieder auftaucht.

Achtung: Weil die Sonne bei dieser Okkultation schon am Himmel steht und das ganze knapp über dem östlichen Horizont geschieht, ist es wichtig darauf zu achten, auf keinen Fall in die Sonne zu blicken - schon gar nicht mit einem Fernglas oder Teleskop. Am besten stellt man sich so auf, dass man im Sonnenschatten steht. Die Verdeckung findet statt, wenn die Venus etwa 16 Grad westlich der Sonne steht.

Am 22. April hat der Meteorschauer der Lyriden seinen Höhepunkt. Dabei können bis zu 20 schnell über den Himmel rasende Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein. Dieses Jahr fällt er allerdings mit dem Vollmond zusammen, was die Sichtung der Meteore erschwert. Der Vollmond ist dafür der zweitkleinste der kommenden zehn Jahre, weil der Erdtrabant dabei den erdfernsten Punkt seiner Bahn durchläuft.

Größter Mars seit zehn Jahren

Der Mars nimmt im Laufe des April stark an Helligkeit zu. Er geht Anfang des Monats gegen Mitternacht auf, erscheint dann aber jeden Tag ein wenig früher. Gleichzeitig wird er größer und deutlich heller. In der zweiten Aprilhälfte wird seine Größe schon bei 16 Bogensekunden liegen. Wir sehen damit den größten Mars am Himmel seit mehr als zehn Jahren! Auffällige Landmarken des Roten Planeten wie hellen Eiskappen der Pole und das dunkle Dreieck des Plateaus Syrtis Major sind daher schon mit einem kleinen Teleskop gut zu erkennen.

Der Gasriese Jupiter ist auch einige Wochen nach seiner Opposition noch sehr hell und groß am Himmel zu sehen. Er steht abends hoch am Südhimmel im Sternbild Löwe und wandert langsam westwärts. Mit einem kleinen Teleskop sind die Sturmbänder, der Große Rote Fleck und die großen Monde des Gasplaneten gut zu erkennen.

Das Frühlings-Dreieck

Bei den Sternbildern dominieren nun die typischen Frühlings-Konstellationen, darunter der Löwe, der Bärenhüter (Bootes) mit seinem rötliche Hauptstern Arktur und die Jungfrau mit ihrem hellen Stern Spica. Alle drei steigen am späten Abend im Südosten auf. Verbindet man die hellsten Sterne dieser drei Sternbilder, erhält man ein fast gleichseitiges Dreieck: das Frühlings-Dreieck. Es ist typisch für diese Jahreszeit.

Ebenfalls ein charakteristisches Frühlings-Sternbild ist Herkules, benannt nach dem berühmten Helden der griechischen Mythologie. Diese Konstellation steht links über dem Bärenhüter am Himmel und ist leicht an den vier hellen Sternen zu erkennen, die ein leicht verzerrtes Viereck mit schwächer leuchtenden Anhängen bilden. An seiner rechten Seite liegt ein in dunklen Nächten schon mit bloßem Auge als schwacher Lichtfleck erkennbarer Kugelsternhaufen, Messier 13 genannt. In ihm drängen sich mehr als 30.000 Einzelsterne auf relativ engem Raum.

Die Wintersternbilder verschwinden nun allmählich vom Himmel. Sie stehen nun tief am westlichen Horizont. Tief im Osten lugen dafür sogar schon die ersten Sommersternbilder über den Horizont, darunter der Skorpion und die Leier.

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