Sternenhimmel im Dezember 2014
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Sternenhimmel im Dezember 2014

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Dezember ist der dunkelste Monat des Jahres: Nur rund acht Stunden lang steht die Sonne nun am Himmel, 16 Stunden lang ist es dunkel. Und auch sonderlich hoch steigt unser Stern nicht mehr: Selbst mittags steht sie bei uns in Deutschland nur rund 16 bis 17 Grad über dem Horizont. Am 22. Dezember ist der dunkelste Tag des Jahres erreicht – die Sonne geht erst gegen 08:00 Uhr auf und versinkt schon gegen 16:15 Uhr wieder unter dem Horizont. Noch dunkler wird es dadurch, dass an diesem Tag auch Neumond ist.

Wintersonnwende

Der Dezember ist der dunkelste Monat des Jahres: Nur rund acht Stunden lang steht die Sonne nun am Himmel, 16 Stunden lang ist es dunkel. Und auch sonderlich hoch steigt unser Stern nicht mehr: Selbst mittags steht sie bei uns in Deutschland nur rund 16 bis 17 Grad über dem Horizont. Am 22. Dezember ist der dunkelste Tag des Jahres erreicht – die Sonne geht erst gegen 08:00 Uhr auf und versinkt schon gegen 16:15 Uhr wieder unter dem Horizont. Noch dunkler wird es dadurch, dass an diesem Tag auch Neumond ist.

Aber gleichzeitig markiert der 22. Dezember auch eine Wende zum Besseren: die Wintersonnwende. Ab diesem Tag werden die Tage wieder länger und die Nächste kürzer. Gleichzeitig bewegen sich die Orte, an denen die Sonne auf- und untergeht allmählich wieder weiter nach Westen und Osten. Der Bogen, den die Sonne den Tag über am Himmel zu durchlaufen scheint, wird wieder größer. Es ist daher kein Zufall, dass die Wintersonnwende in fast allen frühen Kulturen gefeiert wurde und eine Rolle in Religionen und Ritualen spielte. Auch unser Weihnachtsfest wurde von den frühen Kirchenvätern mit voller Absicht in diese Zeit gelegt.

Hochsaison für das Siebengestirn

Der Dezember ist ein guter Monat, um die Plejaden zu beobachten. Dieser auch als Siebengestirn bekannte offene Sternhaufen ist am Nachthimmel schon mit bloßem Auge sichtbar. Er liegt im Sternbild Stier, rechts oberhalb des V-förmigen Stierkopfes. Selbst ohne Fernglas kann man meist schon die fünf hellsten Sterne dieses Haufens erkennen. Mit ein wenig Suchen und von einem dunklen Standort aus lassen sich noch zwei weitere, schwächer leuchtende Sterne ausmachen.

In Wirklichkeit allerdings besteht der rund 444 Lichtjahre von der Erde entfernt liegende Sternenhaufen aus mehr als 3.000 Sternen, die meisten sind allerdings zu lichtschwach, um ohne Teleskop gesehen zu werden. Die Plejaden bestehen aus eher bläulichen, noch sehr jungen Sternen – sie entstanden innerhalb der letzten 100 Millionen Jahre, damit sind sie nach galaktischen Maßständen noch echte Kinder.

Von der Erde aus gesehen hat der Sternenhaufen eine Ausdehnung von zwei Winkelgraden – er ist damit gut dreimal so groß wie der Mond – und deshalb sehr deutlich als heller Fleck sichtbar. Kein Wunder also, dass schon die Menschen in der Steinzeit dieses auffällige Phänomen am Himmel beobachteten. In vielen alten Kulturen, darunter Ägypten und Mesopotamien, folgte man dem Lauf der Plejaden, um daran wichtige Termine im Jahreslauf festzumachen – vor allem den Zeitpunkt der Aussaat im Frühjahr und das Ende der Ernte im Herbst. Auch auf einem der wichtigsten Funde der europäischen Bronzezeit, der Himmelsscheibe von Nebra, ist das Siebengestirn wahrscheinlich als Punktgruppe verewigt.

Sternschnuppenregen: Der Meteorschauer der Geminiden

Am 13.-14. Dezember bestehen wieder gute Aussichten auf Sternschnuppen, denn dann ereignet sich der Höhepunkt des Geminiden-Meteorschauers. Die Sternschnuppen scheinen dabei aus dem Sternbild der Zwillinge (Gemini) zu kommen, sie sind daher bereits ab 21:00 Uhr abends zu beobachten, wenn dieses Sternbild am Himmel sichtbar wird. Bis zu gut 100 Meteore können dabei pro Stunde fallen. Die Geminiden sind dafür bekannt, besonders viele helle Sternschnuppen zu produzieren – ein Blick lohnt sich daher trotz der Kälte.

Um Gegensatz zu den Perseiden und vielen anderen Meteorschauern ist die Ursache der Geminiden nicht der Staubschweif eines aktiven Kometen. Stattdessen geht die Staubwolke, durch die die Erde in diesen Tagen fliegt, auf den Asteroiden Phaeton zurück. Er zieht auf seiner Bahn um die Sonne eine Trümmerspur hinter sich her, die deutlich kompakter ist als der Staubschweif vom Kometen. Forscher vermuten, dass diese Trümmer entstanden, als Phaeton mit einem anderen Himmelskörper kollidierte. Möglicherweise handelt es sich bei ihm aber auch um den Kern eines erloschenen Kometen – sicher ist man sich da nicht.

Planeten: Jupiter zieht rückwärts

Der Jupiter ist im Dezember der dominierende Planet am Himmel. Er ist in der zweiten Nachthälfte im Sternbild Löwe zu sehen und scheint fast stillzustehen. Dann, ab dem 10. Dezember kehrt er seine normale Bewegungsrichtung um – er wird rückläufig. Natürlich ändert der Planet in Wirklichkeit nichts an seiner langsamen Bahn um die Sonne. Den scheinbaren Rückwärtsgang legt er am Nachthimmel nur deshalb ein, weil die Erde ihn momentan auf ihrer Innenbahn um die Sonne überholt. Relativ zu uns scheint der Jupiter daher für kurze Zeit rückwärts zu laufen.

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