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Sternenhimmel im Dezember 2016
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Sternenhimmel im Dezember 2016

Eines aber hat sich seit der Antike nicht geändert: Der Dezember ist der dunkelste Monat im Jahr. In unseren Breiten ist es jetzt nur noch wenig mehr als acht Stunden hell und die Sonne steigt selbst mittags nicht höher als 16 bis 17 Grad über den Horizont. Im Norden, beispielsweise auf der Insel Sylt, sind es sogar…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt
Artikelbild

Guitario / thinkstock

Eines aber hat sich seit der Antike nicht geändert: Der Dezember ist der dunkelste Monat im Jahr. In unseren Breiten ist es jetzt nur noch wenig mehr als acht Stunden hell und die Sonne steigt selbst mittags nicht höher als 16 bis 17 Grad über den Horizont. Im Norden, beispielsweise auf der Insel Sylt, sind es sogar nur zwölf Grad. Im Laufe der Adventszeit werden die Tage immer kürzer und die Nächte länger.

Wintersonnwende – es wird wieder heller

Das ändert sich erst am 21. Dezember, zur Wintersonnwende. Dieser Tag ist der kürzeste des ganzen Jahres. Die Sonne geht erst um 8:16 Uhr auf und bereits um 16:20 Uhr wieder unter. Zudem geht die Sonne zur Wintersonnwende soweit südlich auf und unter wie zu keiner anderen Zeit im Jahr und ihr Bogen am Himmel ist flacher als irgendwann sonst. Diese Extreme markieren aber gleichzeitig die Wende – ab jetzt geht es wieder bergauf und die Tage werden wieder länger und heller.

Es ist daher kein Wunder, dass dieser "Sieg der Sonne über die Finsternis" in vielen Religionen eine wichtige Rolle spielte und spielt. So errichteten schon die Menschen der Steinzeit Bauwerke, die nach den Sonnenwenden ausgerichtet waren und bei den Römern war die Wintersonnwende das Fest des "sol invictus" - der unbesiegbaren Sonne. Auch die Lage unseres Weihnachtsfestes so dicht an der Wintersonnwende ist kein Zufall: Die frühe Kirche legte den Termin für das Fest von Christi Geburt sogar genau auf diesen Tag. Erst mit Einführung des gregorianischen Kalenders wurde Weihnachten um einige Tage nach hinten verschoben.

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Stellarium

Das frühe Dunkelwerden hat auch Vorteile: Wir können so schon am frühen Abend einige Planeten und viele helle Sternbilder am Himmel bewundern. Am auffallendsten ist dabei die Venus, die uns momentan ab dem späten Nachmittag als "Abendstern" leuchtet. Sie steht relativ tief über dem Südwest-Horizont und bekommt dort Gesellschaft vom rötlich leuchtenden Mars. Beide Planeten wandern im Laufe des Monats schräg nach oben und nach Osten, der Mars wird dabei von der Venus verfolgt. Weil die Venus etwas schneller ist, kommt sie dabei dem Roten Planeten immer näher.

Am noch dunklen Morgenhimmel dominiert jetzt der Planet Jupiter. Er ist morgens nach dem Mond das mit Abstand hellste Licht am Himmel. Selbst in der Morgendämmerung können wir ihn noch gut erkennen. Mit einem kleinen Teleskop lassen sich auch die vier großen Jupitermonde beobachten. Wir finden den Jupiter am südlichen Himmel im Sternbild Jungfrau.

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Am östlichen Himmel leuchten jetzt alle Wintersternbilder in voller Pracht, die meisten von ihnen gehen spät in der Nacht auf und leuchten dann bis zum frühen Morgen. Am bekanntesten von ihnen ist der Orion mit seinem Gürtel aus drei hellen Sternen und dem rötlichen Schulterstern Beteigeuze. Schräg über ihm steht der Stier mit seinem auffallend roten Augenstern Aldebaran und dem V-förmigen Kopf. Dieses helle "V" wird vom offenen Sternenhaufen der Hyaden gebildet. Über dem Rücken des Stieres leuchtet ein weiterer Sternhaufen – die Plejaden, auch als Siebengestirn bekannt.

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Mitte Dezember regnet es wie in jedem Jahr Sternschnuppen: Der Meteorschauer der Geminiden hat am 13. Dezember seinen Höhepunkt. Seinen Namen bekam er, weil die Sternschnuppen aus dem Sternbild Zwilling (Gemini) zu kommen scheinen. Ursache dieses Meteorschauers sind die Bruchstücke des kleinen Asteroids Phaeton, denen die Erde jedes Jahr in Dezember auf ihrer Bahn begegnet. Normalerweise bringen uns die Geminiden viele besonders helle Meteore. In diesem Jahr allerdings fällt ihr Höhepunkt mit dem Vollmond zusammen – viele der weniger hellen Sternschnuppen werden daher vom Mondlicht überstrahlt.

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