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Sternenhimmel im Februar
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Sternenhimmel im Februar

Der Nachthimmel packt im Winter seine hellsten Lichter aus. Hoch am Himmel leuchten der Fuhrmann, das Himmels-W der Cassiopeia und der große Wagen. Abends am Südhimmel sind noch die auffallenden Wintersternbilder Orion, Stier und Zwillinge. Nahe am Horizont liegt der Große Hund mit dem Sirius, dem hellsten Stern an…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt
Artikelbild

NASA/ESA, G. Bacon (STScI)

Der Nachthimmel packt im Winter seine hellsten Lichter aus. Hoch am Himmel leuchten der Fuhrmann, das Himmels-W der Cassiopeia und der große Wagen. Abends am Südhimmel sind noch die auffallenden Wintersternbilder Orion, Stier und Zwillinge. Nahe am Horizont liegt der Große Hund mit dem Sirius, dem hellsten Stern an unserem Nachthimmel. Der leuchtendweiße Stern ist etwa doppelt so groß wie unsere Sonne und liegt nur rund 8,7 Lichtjahre von uns entfernt. Damit ist er einer der nächsten Nachbarn unserer Sonne.

Artikelbild

Stellarium

Das Wintersechseck

Die sechs hellsten Sterne der Wintersternbilder bilden zusammen das Wintersechseck - kein echtes Sternbild, aber eine leicht erkennbare Sechseck-Form am Himmel, die sogar von relativ hellen Standorten noch gut erkennbar ist. Der Sirius bildet dabei die untere linke Ecke des Sechsecks, rechts neben ihm steht Rigel, der "Fußstern" des Orion. Schräg darüber folgt der Rote Riese Aldebaran im Stier und noch darüber die Capella im Fuhrmann. Wieder nach unten geht es zu Castor und Pollux in den Zwillingen und schließlich zum Procyon im Kleinen Hund.

Abschied von Komet Lovejoy

Der Komet Lovejoy C/2014 Q2, der ab Mitte Januar sogar mit bloßem Auge zu sehen war, ist inzwischen dagegen deutlich abgeblasst. Leicht an seiner auffallend grünlichen Färbung zu erkennen, hat der Komet am 30. Januar den sonnennächsten Punkt seiner Umlaufbahn passiert. Jetzt im Februar ist er nur noch mit Fernglas oder Teleskop zu sehen, dafür aber steht er bereits abends hoch am Himmel. Er bewegt sich vom Sternbild Andromeda auf die Cassiopeia zu.

Rendezvous am Abendhimmel

Die Planeten bieten uns dafür in diesem Monat besonders gute Beobachtungs-Chancen. Die Venus steht zurzeit als "Abendstern" schon während der Abenddämmerung über dem Südwest-Horizont. Sie ist dabei auf einer Verfolgungsjagd: Vor ihr zieht der etwas langsamere Mars seine Bahn, dem sie sich im Laufe des Monats immer weiter nähert. Am 22. Februar schließlich ist es soweit: Die beiden Planeten treffen sich. Beide trennen dann nur 0,25 Grad. Dieses Rendezvous ist auch mit bloßem Auge gut zu beobachten.

Jupiter und der Tanz der Monde

Der größte Planet unseres Sonnensystems, Jupiter, ist im Februar die ganze nach hindurch zu sehen. Besonders lohnt sich aber wie Blick am 6. Februar morgens. Denn dann erreicht der Gasriese seine größte Annäherung an die Erde, gleichzeitig steht er in Opposition zur Sonne. Das lässt ihn besonders hell und groß erstrahlen. Mit einer Magnitude von -2,6 ist er nach Mond und Venus der dritthellste Lichtpunkt am Himmel.

Mit einem guten Fernglas oder kleinen Teleskop lassen sich jetzt auch die vier großen Mondes des Jupiter besonders gut beobachten. Io, Europa, Ganymed und Kallisto wurden schon vor mehr als 400 Jahren von Galileo Galilei entdeckt, sie werden daher auch als Galileische Monde bezeichnet. Ihre Bewegung um ihre Planeten bestärkten Galilei darin, dass das geozentrische Weltbild der damaligen Zeit nicht stimmen konnte. Denn wenn es eigene kleine Systeme um andere Planeten gab, dann konnte die Erde nicht das Zentrum von allem sein.

Heute ist längst klar, dass sich die Erde um die Sonne dreht und dass auch unser Heimatstern nur einer von vielen ist. Den Galileischen Monden bei ihrem Tanz zuzusehen, hat aber dennoch nichts von seiner Faszination verloren.

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