Sternenhimmel im Februar 2016
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Sternenhimmel im Februar 2016

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Februar beginnt schon mit einem echten Highlight: Gleich fünf Planeten bilden am Himmel einen großen, mit bloßem Auge sichtbaren Bogen. Außerdem ist der Gasriese Jupiter in diesem Monat besonders gut zu beobachten. Der Sternenhimmel präsentiert uns zudem mit Orion, Stier und Co seine größten "Stars".

Planetentreffen am Himmel

Noch bis etwa Mitte Februar können wir alle fünf mit bloßem Auge sichtbaren Planeten des Sonnensystems auf einmal am Himmel beobachten. Zum ersten Mal seit gut einem Jahrzehnt sind Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn gleichzeitig am frühmorgendlichen Himmel sichtbar. Sie stehen in ihrer Bahn so verteilt, dass sie von uns aus gesehen einen weiten Bogen am Himmel bilden.

Am besten beobachten lässt die Planeten-Parade morgens vor Sonnenaufgang. Günstig ist ein dunkler Standort mit uneingeschränkter Sicht auf den südöstlichen Horizont. Am auffälligsten und am besten zu erkennen ist die helle Venus, die momentan als "Morgenstern" leuchtet. Der deutlich lichtschwächere Merkur steht von ihr aus gesehen links unten dicht am Südost-Horizont.

Die restlichen drei Planeten, Saturn, Mars und Jupiter bilden einen weiten Bogen, der sich rechts von der Venus über den Himmel wölbt. Der Saturn steht dabei in der Nähe des rötlich leuchtenden Sterns Antares. Direkt im Süden folgt der Mars und hoch im Südwesten strahlt der helle Jupiter. Zusammen umfasst der Bogen aller fünf Planeten 110 Bogenminuten – mehr als die Hälfte des kompletten Himmels.

Jupiter leuchtet jetzt besonders hell

Der Gasriese Jupiter ist in diesem Monat besonders gut zu sehen. Denn er steht kurz vor seiner Opposition und wird daher von uns aus gesehen nahezu komplett von der Sonne angestrahlt. Mit bloßem Auge gut sichtbar leuchtet er fast die ganze Nacht hindurch. Abends ist er mit Abstand der hellste Planet am Himmel, nur am frühen Morgen wird er von der noch helleren Venus überstrahlt.

Schon mit einem kleinen Teleskop kann man jetzt den Großen Roten Fleck, die Sturmbänder und die vier großen Monde des Jupiter gut beobachten. Am 23. Februar kommt es zum Rendezvous von Mond und Jupiter: Der fast volle Mond wandert direkt unter dem hellen Gasriesen vorbei.

Prachtvolle Wintersternbilder

Im Februar beherrschen die Wintersternbilder den Himmel. Sie enthalten besonders viele leuchtkräftige Sterne. Gut zu sehen ist der abends im Süden stehende Orion mit seinen auffälligen Gürtelsternen. Unter ihm steigt der Große Hund mit dem hellen Stern Sirius über den Horizont. Sirius ist – mit bloßem Auge nicht erkennbar - eigentlich ein Doppelsternsystem. Der hellere Partner der beiden ist der hellsten Stern am gesamten Himmel.

Folgen wir der aufsteigenden Linie des Gürtels des Orion, kommen wir zum Sternbild Stier. Sein Auge wird von dem rötlichen Stern Aldebaran gebildet – einem Roten Riesen. Über der Schulter des Stiers leuchten die Plejaden, das Siebengestirn. Der Fuhrmann mit seinem hellen Stern Capella steht hoch über unseren Köpfen fast am Zenit.

Warum die Sterne jetzt besonders hell erscheinen

Übrigens: Dass die Sterne gerade im Winter so hell zu leuchten scheinen, liegt nicht nur daran, dass die Wintersternbilder besonders leuchtstarke Sterne enthalten. Es liegt auch am besonders dunklen Hintergrund des Winterhimmels. Denn in diesen Monaten blicken wir Bewohner der Nordhalbkugel sozusagen aus der Milchstraße hinaus. Wir sehen von der Position der Erde im Außenbezirk der Galaxie weiter nach außen, in sternenärmere Bereiche.

Im Sommer blicken wir dagegen in Richtung des Milchstraßenzentrums. Das Milchstraßenband ist dadurch gut zu sehen, dafür aber sorgen die dicht gedrängten Sterne im galaktischen Zentrum für mehr Streulicht.

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