Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Natur & Umwelt/Artikel
Sternenhimmel im Februar - Liegender Mond und große Bühne für den Mars
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Sternenhimmel im Februar - Liegender Mond und große Bühne für den Mars

Jetzt im Februar leuchten nachts besonders prachtvolle Sternbilder am Himmel. Im Süden leuchtet das Sternbild Orion mit seinem auffallenden Sternengürtel. Schon mit einem Fernglas kann man an seinem "Schwert" den Orionnebel als verwaschenen hellen Fleck erkennen. Westlich vom "Himmelsjäger" stehen die Zwillinge mit…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt
Artikelbild

NASA / JPL-Caltech

Jetzt im Februar leuchten nachts besonders prachtvolle Sternbilder am Himmel. Im Süden leuchtet das Sternbild Orion mit seinem auffallenden Sternengürtel. Schon mit einem Fernglas kann man an seinem "Schwert" den Orionnebel als verwaschenen hellen Fleck erkennen. Westlich vom "Himmelsjäger" stehen die Zwillinge mit ihren hellen Kopfsternen Castor und Pollux. Castor ist in Wirklichkeit kein Einzelstern, sondern ein Mehrfachsystem aus gleich sechs einander umkreisenden Einzelsternen. Ebenfalls prominent im Westen steht das Sternbild Stier, erkennbar an den V-förmig angeordneten Kopfsternen und dem roten Auge, dem Roten Riesen Aldebaran.

Im Nordosten hängt der Große Wagen mit der Deichsel nach unten am Abendhimmel. Dies ist die für den Frühling typische Stellung dieses bekannten Sternbilds. Rechts von ihm steigt ab 21:00 Uhr schon der Löwe empor, eines der schönsten Frühlingssternbilder. Kurz nach Mitternacht steht sein helles Sternentrapez hoch im Süden. Bis auf Schütze, Steinbock und Wassermann sind in diesem Monat im Laufe der Nacht alle Tierkreiszeichen am Himmel zu sehen.

Artikelbild

C Thomas Kraupe mit SkySafari Planetarium Hamburg

Die Mondsichel als Schiff

Wer ab Mitte des Monats zum Abendhimmel blickt, wird sich möglicherweise verwundert die Augen reiben. Denn unser Mond liegt dann als stark gekipptes „Schiffchen“ am Himmel. Das Himmelsphänomen beginnt rund zwei Tage nach Neumond am Abend des 13. Februar. Kurz nach Sonnenuntergang zeigt sich die hauchdünne, scheinbar auf dem Rücken liegende Mondsichel eindrucksvoll in der Abenddämmerung über dem Südwesthorizont.

"Kurz vor dem Untergang wirkt sie fast wie ein Schiff, das am Horizont schwimmt", erklärt Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetariums Hamburg. "An den Folgeabenden klettert diese ‚liegende Mondsichel‘ immer höher, wird stetig dicker und ist auch länger zu beobachten." Besonders lohnend ist der Anblick am 18. Februar, wenn der Mond nur wenige Fingerbreit links am hellen Mars vorbeizieht. Wenig später passiert er dann auch die Plejaden – das helle Siebengestirn über dem Rücken des Sternbilds Stier.

Doch warum erscheint die Mondsichel so gekippt? Der Grund ist der Winkel zwischen Mond und Sonne. Momentan eilt der Erdtrabant der Sonne entlang des Tierkreises voraus. "Daher verläuft seine Bahn steil vom Horizont aufsteigend – vom Wassermann über die Fische zum Widder in nördlichere, bei uns höherstehende Gefilde des Tierkreises", erklärt Kraupe. "Und so scheint die Sichel des zunehmenden Mondes in dieser Zeit des Jahres nicht aufrecht zu stehen, sondern auf dem Rücken zu liegen."

Großer Auftritt für den Mars

Der große Star dieses Monats ist aber der Mars – unser Nachbarplanet. Während die meisten anderen hellen Planeten momentan nicht sichtbar sind, strahlt er schon am Abend als rötlicher Punkt am südlichen Himmel. "Außerdem setzt sich Mars im Februar durch ein prächtiges Umfeld in Szene“, erklärt Kraupe. „So strebt er auf das ‚Goldene Tor der Ekliptik‘ zu, das von den Plejaden und den Hyaden im Sternbild Stier gebildet wird. Bei ihnen handelt es sich um die beiden schönsten Sternhaufen, die wir mit bloßem Auge erkennen können." Ende Februar steht Mars nur eineinhalb Fingerbreit unter dem Siebengestirn.

Artikelbild

Doch nicht nur am Nachthimmel ist Mars ein Highlight – er steht derzeit auch im Fokus der Raumfahrt. Im Februar besuchen gleich drei Raumsonden den Roten Planeten. Sie sind schon im letzten Sommer auf ihre Reise gestartet und werden nun kurz nacheinander den Mars erreichen.  Den Anfang macht am 9. Februar die Orbitersonde „Hope“, die erste Marssonde der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

Für den 18. Februar ist die Landung des NASA-Rovers „Perseverance“ geplant. Er soll erstmals Gesteinsproben einsammeln und für einen später Rückholmission zur Erde vorbereiten. Zudem hat die Landesonde den Marshubschrauber an Bord – die erste Drohne, die über die Marslandschaft fliegen wird. Fast zur gleichen Zeit wird voraussichtlich auch die chinesische Mars-Mission „Tianwen-1“ den Mars-Orbit erreichen. Sie besteht aus einem Orbiter und einer Landesonde, die wenig später einen Rover auf der Oberfläche absetzen wird.

Artikelbild

China National Space Administration - Aerospace China (Journal) / CC BY-SA 4.0

„Der Planet Mars, der jetzt als rötlicher Punkt an unserem Abendhimmel schimmert, steht auch für die Wissenschaft im Fokus. Er ist eine einzigartige Arena, in der Forscher Antworten auf die großen Fragen nach dem Ursprung und den Grundbedingungen für Leben im All und auf der Erde finden wollen“, sagt Kraupe.

Quelle: Planetarium Hamburg

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Natur & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Natur & Umwelt.

Alle Natur & Umwelt-Artikel
NIH installiert Solar-Parkdach – Projekt zwischen Verwaltungswechsel und Klimapolitik
Natur & Umwelt

NIH installiert Solar-Parkdach – Projekt zwischen Verwaltungswechsel und Klimapolitik

15. Oktober 2026

Die US-Gesundheitsbehörde NIH hat Solarmodule über einem Hauptparkhaus installiert. Das vor der Trump-Amtszeit gestartete Projekt wirft Fragen über die Zukunft grüner Bundesinfrastruktur auf.

Sesame Street zeigt Löwen-Safari in Kenia: Edutainment für Naturschutz
Natur & Umwelt

Sesame Street zeigt Löwen-Safari in Kenia: Edutainment für Naturschutz

15. Oktober 2026

Elmo und Abby Cadabby lernen auf einer Safari-Fahrt durch Kenia, wie Löwinnen ihre Rudel führen. Das Format verbindet Kinderunterhaltung mit Wildlife-Bildung.

Schweizer Gletscher als Maßstab: Antarktis verliert 83-mal mehr Eis pro Jahr
Natur & Umwelt

Schweizer Gletscher als Maßstab: Antarktis verliert 83-mal mehr Eis pro Jahr

2. Oktober 2026

Schweizer Gletscher verlieren jährlich 2 Kubikkilometer Eis. Diese sichtbare Veränderung macht das Ausmaß der polaren Eisverluste greifbar: Die Antarktis verliert seit 2000 durchschnittlich 150 Gigatonnen pro Jahr.

Klimabewegung kämpft mit "Climate Hushing" – Selbstzensur bremst Fortschritt
Natur & Umwelt

Klimabewegung kämpft mit "Climate Hushing" – Selbstzensur bremst Fortschritt

29. September 2026

Klimawissenschaftlerin Katharine Hayhoe und Musiker Adam Met warnen vor interner Kritik innerhalb der Klimabewegung. Das Phänomen "Climate Hushing" führt dazu, dass Akteure ihre Botschaften aus Angst vor Anfeindungen…

← Zurück zu Natur & UmweltZur Startseite