Sternenhimmel im Mai: Sternschnuppen und drei Planeten als Stars
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Sternenhimmel im Mai: Sternschnuppen und drei Planeten als Stars

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Auch wenn im Mai die Nächste kürzer werden: Der Nachthimmel hat für Astronomie-Fans dennoch einiges zu bieten. So können wir Sternschnuppen vom Kometen Halley bewundern und gleich drei prominent strahlende Planeten. Unter den Sternbildern sind zurzeit fast alle Tierkreiszeichen gut am Himmel zu sehen. Ein Blick an den nächtlichen Himmel lohnt sich daher durchaus.

Meteorschauer: Relikte vom Halleyschen Kometen

Zweimal im Jahr fliegt unsere Erde durch Staubreste des vermutlich bekanntesten Kometen überhaupt hindurch: des Halley'schen Kometen. Dieser eisige Brocken kehrt alle 76 Jahre in das innere Sonnensystem zurück und leuchtet dann sogar mit bloßem Auge sichtbar am Himmel. Zuletzt war er im Jahr 1986 in Erdnähe. Doch auch wenn der Komet selbst im Moment weit von uns entfernt seine Bahn zieht – Relikte seiner letzten Passage sind geblieben.

Zweimal im Jahr - im Oktober und im Mai – durchfliegt die Erde diesen Staubstrom und dies löst einen Sternschnuppenregen aus. Der Mai-Meteorschauer wird als Eta-Aquariden bezeichnet, weil die Sternschnuppen dabei aus dem Sternbild des Wassermanns zu kommen scheinen. In diesem Jahr erreicht dieser Meteorschauer am frühen Morgen des 6. Mai seinen Höhepunkt.

Dabei gibt es diesmal besonders günstige Beobachtungsbedingungen. Denn zum einen ist der 6. Mai ein Samstag, was Astronomie-Fans ausgiebige Nachtbeobachtungen erlaubt. Zum anderen ist der Mond zur besten Beobachtungszeit um vier Uhr morgens bereits untergegangen und sein Licht stört daher nicht bei der Sternschnuppen-Jagd. Astronomen schätzen, dass immerhin rund 40 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein könnten – überraschende noch stärkere Ausbrüche nicht ausgeschlossen.

Jupiter und Venus leuchten um die Wette

Unter den Planeten sind im Mai der Gasriese Jupiter und unsere Nachbarin Venus die unangefochtenen Stars: Die Venus leuchtet wie als heller Morgenstern am östlichen Himmel. Selbst in der Morgendämmerung ist sie noch gut zu erkennen. Der Jupiter ist schon in der Abenddämmerung als hellster Lichtpunkt über dem südöstlichen Horizont zu sehen. Er leuchtet bis weit in die zweite Nachthälfte hinein im Sternbild Jungfrau und überstrahlt dabei problemlos selbst helle Sterne.

Ein besonders sehenswertes Rendezvous gibt es in der Nacht vom 7. zum 8. Mai: Jupiter und der fast volle Mond stehen nur 1,2 Grad voneinander entfernt am Himmel. Dabei erscheint der Mond fast 40 Mal größer als der Lichtpunkt des fernen Jupiter. In Wirklichkeit jedoch ist es genau umgekehrt: Der Gasriese hat einen gut 40 Mal größeren Durchmesser als der Erdmond. Nur weil dieser uns so nahe steht, erscheint er größer.

Saturn: Schauplatz eines "großen Finales"

Aber auch der Ringplanet Saturn ist prominent am Himmel zu sehen. Er wird im nächsten Monat seine Opposition erreichen und dann der Sonne von uns aus gesehen genau gegenüber stehen. Deshalb nimmt die Helligkeit dieses Planeten schon jetzt immer weiter zu. Der Saturn leuchtet vor allem in der zweiten Nachthälfte hoch am Südhimmel. Mit dem Teleskop kann man jetzt sein komplexes Ringsystem besonders gut beobachten, denn es ist uns zurzeit zugeneigt.

Nicht sichtbar, aber dennoch eindrucksvoll ist das große Finale der Cassini-Mission, das zurzeit am Saturn stattfindet: Die NASA-Raumsonde ist vor wenige Tagen erstmals durch die enge Lücke zwischen dem Saturn und seinem innersten Ring hindurchgeflogen. Bei der Passage durch die nur 2.400 Kilometer große Lücke kommt die Raumsonde dem Ringplaneten so nah wie noch nie zuvor. Noch 22 Mal soll Cassini dieses Manöver vollführen und einzigartige Daten aus dem unmittelbaren Umfeld des Ringplaneten liefern. Im September 2017 dann wird ihre fast dreizehnjährige Entdeckungstour im Saturnsystem zu Ende gehen: Die NASA wird die Sonde dann zu einem gezielten Absturz auf den Saturn lenken.

Das große Finale: Die NASA-Raumsonde Cassini, ihre Erfolge und ihre letzten Monate. (Quelle: NASA/JPL)

Sterne: Fast alle Tierkreiszeichen sind sichtbar

Obwohl die Nächte im Mai schon spürbar kürzer werden, sind die Sternbilder der Tierkreiszeichen in diesem Monat besonders gut am Himmel zu sehen. Am frühen Abend, kurz nach der Dämmerung, erhaschen wir gerade noch einen Blick auf Stier und Zwillinge, die im Westen untergehen. Darüber stehen in aufsteigendem Bogen Krebs, Löwe, Jungfrau und Waage. Ab Mitternacht erscheint auch der Skorpion am Horizont und wenig später tauchen nacheinander Schütze, Steinbock und Wassermann auf. Nur Fische und Widder bleiben für uns unsichtbar unter dem Horizont.

Besonders gut sichtbar ist weiterhin das Frühlingsdreieck – kein Sternbild, sondern ein aus drei hellen Sternen verschiedener Sternbilder bestehendes Muster. Das Dreieck wird gebildet vom Stern Spica in der Jungfrau, dem Arktur im Bärenhüter und dem Regulus im Löwen. Verbindet man diese drei im Geiste miteinander, bilden sie ein Dreieck.

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