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Sternschnuppen: Die Perseiden kommen!
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Sternschnuppen: Die Perseiden kommen!

Sommerzeit ist Sternschnuppenzeit. Einer der Gründe dafür sind die Perseiden, einer der spektakulärsten Meteorschauer des Jahres. Alljährlich Mitte August wandert die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne durch eine Staubwolke, die der Komet Swift-Tuttle hinterlassen hat. Wenn dann die kleinen Staubkörnchen mit rund 60…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt
Artikelbild

Sky & Telescope / Dennis di Cicco

Sommerzeit ist Sternschnuppenzeit. Einer der Gründe dafür sind die Perseiden, einer der spektakulärsten Meteorschauer des Jahres. Alljährlich Mitte August wandert die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne durch eine Staubwolke, die der Komet Swift-Tuttle hinterlassen hat. Wenn dann die kleinen Staubkörnchen mit rund 60 Kilometern pro Sekunde durch die obere Atmosphäre rasen, erzeugen sie eine hellleuchtende Spur aus überhitzten Gasen – es regnet Meteore.

Der Höhepunkt des Sternschnuppenregens ist heute

In diesem Jahr erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt am 12. August zwischen 15:00 und 18:00 Uhr unserer Zeit – mitten am Tag. Aber glücklicherweise ist das Maximum dieses Meteorschauers breit genug, um uns auch noch in den folgenden Nächten einen reichen Sternschnuppenregen zu bescheren. Astronomen sagen eine Fallrate von rund 60 Sternschnuppen pro Stunde voraus – im Schnitt ist das rund ein Meteor pro Minute.

Scheinbarer Ausgangspunkt der Sternschnuppen – der sogenannte Radiant - ist das Sternbild Perseus, von ihm erhielten die Perseiden ihren Namen. Wenn zu Beginn das Nacht aufgeht, rasen die meisten Sternschnuppen deswegen eher flach über den Himmel. Diese "Earthgrazer" sind teilweise besonders lange sichtbar. Noch bessere Sicht hat man aber später, wenn das Sternbild Perseus höher am Himmel steht.

Artikelbild

Sky & Telescope

So sieht man sie am besten

Am besten beobachten kann man die Perseiden heute Nacht ab 22:00 Uhr. "Man sollte einen lichtarmen Ort mit freiem Rundumblick insbesondere in Richtung Nordnordost aufsuchen und seine Augen mindestens eine Viertelstunde lang an die Dunkelheit adaptieren", empfiehlt Manfred Gaida vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

"Ein Fernglas oder Fernrohr hilft beim Beobachten wenig, da beide das Gesichtsfeld einschränken", so Gaida. "Erfolgreicher ist die Suche mit dem bloßen Auge und für Fotografen eine stabil und windsicher aufgestellte Kamera mit einem gut abbildenden Weitwinkel- oder einem so genannten Fisheye-Objektiv." Auf einer Decke liegend oder in einem Liegestuhl sitzend kann man dann bequem nach oben in den dunklen Nachthimmel schauen.

Um die Sternschnuppen zu sehen, muds man nicht einmal das Sternbild Perseus im Blick haben: "Die Sternschnuppen können am Himmel überall und aus allen Richtungen kommen – man muss nicht den Radiant anschauen, um sie zu sehen", erklärt Diana Hannikainen vom Magazin Sky & Telescope.

Artikelbild

NASA / JPL

Der Komet und seine Bahn

Obwohl Astronomen die Sternschnuppen der Perseiden schon seit mehr als 2.000 Jahren beobachten, wurde ihr Ursprung erst 1862 entdeckt. In diesem Jahr gelang es, den Kometen zu beobachten, von dem der Staubschweif stammt. 109P/Swift-Tuttle ist ein kurzperiodischer Komet, der zwischen 128 und 136 Jahre für einen Umlauf um die Sonne benötigt. Ursache für diese Schwankungen sind Störeinflüsse der Planeten, vor allem des Gasriesen Jupiter.

"Damals bestimmten die Wissenschaftler seine Umlaufzeit um die Sonne mit 120 Jahren zu knapp und wunderten sich anschließend, als man ihn im Jahre 1981 nicht wiederfand", erklärt Gaida. "Eine erneute, verbesserte Bahnberechnung ergab schließlich als neue Ankunftszeit das Jahr 1992, in dem sich der Komet nach 130 Jahren auch tatsächlich einstellte."

Bei jeder Passage des Kometen in Erdnähe bleiben Staubkörnchen aus seinem Schweif zurück. Wenn dann die Erde Mitte August diesen Abschnitt ihrer Bahn passiert, durchquert sie die Staubwolke und es regnet Meteore.

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