Sternschnuppen-Regen: Die Perseiden kommen
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Sternschnuppen-Regen: Die Perseiden kommen

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Heute Nacht lohnt ein Blick an den Himmel: Es könnten bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde fallen. Der Grund: Der Meteorschauer der Perseiden erreicht heute seinen Höhepunkt. Er ist der hellste und spektakulärste Sternschnuppen-Regen des Jahres – seine hellen Feuerbälle werden daher selbst den momentan besonders großen und hellen Mond überstrahlen.

Staubschweif eines Kometen

Sternschnuppen sind nichts anderes als Staub und kleine Steinbröckchen, die aus dem Weltraum in die Atmosphäre eindringen. Sie rasen mit rund 60 Kilometern pro Sekunde durch die Lufthülle der Erde und erzeugen dabei eine weißglühende Spur aus überhitzter Luft und Gasen. Sie verglühen jedoch, bevor sie den Erdboden erreichen. Die Ursache für Meteorschauer sind die Staubwolken, die Kometen auf ihrem Weg an der Sonne vorbei hinterlassen haben. Zu bestimmten Zeiten wandert die Erde auf ihrer Bahn durch diese Wolken hindurch – und wir sehen einen Meteorschauer.

Der alljährlich Anfang bis Mitte August auftretende Meteorschauer der Perseiden ist dabei der spektakulärste von allen. Bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde könnten dabei fallen. Der Ursprung der Perseiden-Meteore ist der Staubschweif des Kometen Swift-Tuttle. Wie NASA-Astronomen erklären, ist die von ihm erzeugte Staubwolke besonders reichhaltig, weil der große Kern des Kometen bei seiner Annäherung an die Sonne viel Material ausgast.

Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde

Am besten zu beobachten wird der Meteorschauer vom Abend des 12. August bis zum frühen Morgen des 13., denn dann ist die Meteordichte am höchsten. Am besten setzt man sich gemütlich und in eine Decke eingewickelt auf einen Liegestuhl in den Garten oder einen Park und blickt in den Nachthimmel. Ein Fernglas ist nicht nötig.

"Entspannen Sie sich und lassen Sie ihren Augen Zeit, sich an die Dunkelheit anzupassen", rät Alan MacRobert vom Astronomiemagazin Sky & Telescope. "Selbst mit Mondlicht können Sie dann wahrscheinlich etwa eine Sternschnuppe jede Minute oder zwei sehen." Wohin man dabei am Himmel schaut, ist egal. Denn die Perseiden erhielten sie ihren Namen zwar, weil sie vom Sternbild Perseus auszugehen scheinen, aber sie können am gesamten Himmel sichtbar sein.

Feuerbälle sichtbar trotz Mondschein

Allerdings gibt es in diesem Jahr ein Manko: Am 7. August war Vollmond und der Mond ist auch jetzt am Wochenende noch zu 80 Prozent erleuchtet. Ab seinem Aufgang gegen 23:00 Uhr wird er daher einen Großteil der Sternschnuppen überstrahlen.
"Für die Perseiden sind das schlechte Nachrichten", sagt Meteorforscher Bill Cooke von der NASA. "Der lunare Schein überstrahlt den dunklen Hintergrund, so dass schwache Meteore nicht mehr sichtbar sind."

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Kein anderer Meteorschauer bringt so viele besonders helle Feuerbälle hervor wie die Perseiden. Diese können am Himmel so hell erscheinen wie der Jupiter und die Venus - sind also mit bloßem Auge selbst bei Mondschein oder von Städten aus noch gut zu erkennen. Häufig hinterlassen sie sogar lange Streifen, die ein bis zwei Sekunden lang leuchten. Zudem ist der Staubschweif von Swift-Tuttle relativ breit, so dass auch schon Tage vor und nach dem Höhepunkt vermehrt Sternschnuppen zu sehen sind. Wer daher am 12. August unter Wolken sitzt oder am Wochenende nicht dazu kommt, hat in den folgenden Tagen noch eine Chance.

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