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Tag der Umwelt 2014
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Natur & Umwelt

Tag der Umwelt 2014

In Erinnerung an den ersten UN-Weltgipfel zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm erklärte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) den 5. Juni zum jährlichen Tag der Umwelt. Weil die UN dieses Jahr zum Jahr der kleinen Inselstaaten ausgerufen hat, stehen international auch am Tag der Umwelt der…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt
Artikelbild

In Erinnerung an den ersten UN-Weltgipfel zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm erklärte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) den 5. Juni zum jährlichen Tag der Umwelt. Weil die UN dieses Jahr zum Jahr der kleinen Inselstaaten ausgerufen hat, stehen international auch am Tag der Umwelt der Klimaschutz und der Erhalt der Inselstaaten im Mittelpunkt. "Der Planet Erde ist unsere gemeinsame Insel im All – lasst uns unsere Kräfte bündeln, um sie zu schützen" – so charakterisierte  UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon die Notwendigkeit, die Umwelt zu schützen und nachhaltig zu handeln.

Klimaschutz und Schutz der Meere

Das offizielle Motto des World Environment Day 2014 lautet: "Raise your Voice-  not the sea level!" – Erhebt eure Stimme – nicht den Meeresspiegel. Die Generalsekretärin der UN-Klimakonvention UNFCC erklärt dazu: "2014 ist das Jahr, in dem die Staaten ihren Blick vom 'business as usual' abwenden müssen und stattdessen größeren Ehrgeiz entwickeln sollten, bis 2015 ein  Klimaschutzabkommen zu erzielen." Bisher sei hier viel zu wenig passiert. Eigens zum Tag der Umwelt hat der Filmemacher Yann Arthus-Bertrand sein Video "Planet Ocean" als Teil einer internationalen Kampagne zum Schutz der Meere ins Internet gestellt. Eine Smartphone-App soll dabei helfen, beim Kauf von Fisch und Meeresfrüchten auf nachhaltige Haltung und Fischerei zu achten.

Offizielles Gastgeberland der internationalen Aktion ist 2014 die Karibikinsel Barbados. Neben Vorträgen, Workshops und Aktionen sollen zur Feier des World Environmental Day am 5. Juni alle Einwohner der Insel grün tragen. Weltweit beteiligen sich rund 150 Staaten mit unterschiedlichen Veranstaltungen, Aktionen und Maßnahmen an diesem Tag, der das Bewusstsein dafür stärken soll, dass es vor allem der Mensch selbst ist, der die Vielfalt und Stabilität der Umwelt bedroht.

Mehr Grün in der Stadt

In Deutschland lautet das Motto des diesjährigen Tages der Umwelt: Natur ganz nah - gut leben in der Stadt. Immer mehr Menschen leben in städtischen Räumen, in Deutschland weit über drei Viertel der Bevölkerung. Umso wichtiger werden gut erreichbare Erholungsräume in städtisch geprägten Regionen und vielfältige Möglichkeiten, Natur auch in der Stadt zu erleben. „Zugang und Verfügbarkeit von Naturräumen und funktionierende Öko-Systeme sind Grundlage guten Lebens, sozialen Zusammenhalts und wirtschaftlicher Prosperität in einer städtisch geprägten Gesellschaft“, sagt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.

Eindrucksvoll belegt das etwa die neue Begeisterung für das Gärtnern in der Stadt, unter dem Stichwort „urban gardening“, auch international ein Trend. „Urbane Gärten verbessern das Stadtklima, sie sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen, tragen zum Erhalt der Biodiversität bei und leisten einen Beitrag zur Grundwasserbildung", so Hendricks. Sie sind aber auch Orte der Erholung und der Umweltbildung, sie können den nachbarschaftlichen Zusammenhalt und die Integration sozialer und kultureller Milieus fördern – kurz: das gute Leben in der Stadt.

Attraktive Grünräume in und nahe am urbanen Leben sorgen auch für mehr Gerechtigkeit: Denn es gilt, die Lebenssituation von Menschen mit niedrigerem Sozialstatus zu verbessern, die häufiger und stärker von Straßenverkehr, Lärm und verkehrsbedingten Luftschadstoffen betroffen sind, aber auch schlechteren Zugang zu Grünflächen haben. "Wie wir künftig die Städte und den ländlichen Raum bebauen, ob wir freie Flächen und lebenswerte Ökosysteme bewahren, wie wir Verkehr, Wohnen, Kultur und Arbeit miteinander verbinden, das wird zu einer Schlüsselfrage für eine weltweite nachhaltige Entwicklung,“ so Hendricks.

Weitere Informationen unter:

UN-Website zum World Environmental Day

Planet Ocean – der Film von Yann Arthus-Bertrand auf Youtube

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