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Thermografie: Wärmeblick auf das Haus
Bildquelle nicht angegeben
Technik & Mobilität

Thermografie: Wärmeblick auf das Haus

Wenn es jetzt im Winter in der Wohnung oder dem Haus trotz funktionierender Heizung nicht richtig warm werden will, dann liegt es vielleicht an verborgenen Wärmelecks des Gebäudes: Möglicherweise verschwindet die kostbare Heizungswärme gleich wieder durch Fenster und Wände.
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Technik & Mobilität
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Zukunft Altbau

Wenn es jetzt im Winter in der Wohnung oder dem Haus trotz funktionierender Heizung nicht richtig warm werden will, dann liegt es vielleicht an verborgenen Wärmelecks des Gebäudes: Möglicherweise verschwindet die kostbare Heizungswärme gleich wieder durch Fenster und Wände.

Manchmal können wir solche Wärmelecks sogar direkt erkennen: Bleibt der frisch gefallene Schnee auf dem Dach des Nachbarn liegen, bei und aber nicht, dann kann dies ein Hinweis auf eine unzureichende Wärmedämmung sein. Doch wenn es nicht gerade schneit, sind die schleichenden Wärmeverluste des Gebäudes für das menschliche Auge leider nicht sichtbar.

Bunte Farben zeigen Wärmelecks

Anders ist dies für Thermografiekameras mit ihren Spezialsensoren: Wie eine Röntgenuntersuchung den Zustand des menschlichen Körpers abbildet, zeigen die Wärmebilder auf einen Blick, an welchen Stellen das Gebäude große Wärmeverluste aufweist und wo es gut isoliert ist. Die Farben Rot, Orange und Gelb stehen dabei meist für große Wärmeverluste, beispielsweise an den Fenstern oder Türen. Blau und Grün erscheinen dagegen die Stellen, an denen alles in Ordnung ist und nur wenig Wärme nach außen dringt.

Richtig angewandt, können Thermografie-Bilder daher ein sinnvolles Werkzeug für die Gebäudeanalyse sein. "Hauseigentümer erhalten dadurch einerseits Hinweise, ob eine energetische Sanierung nötig ist", sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau, einem vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderten Informationsprogram. "Andererseits geben die Spezialaufnahmen Aufschluss über die Qualität der Arbeiten während der Sanierung und zeigen auf, ob nachgebessert werden muss."

Artikelbild

Winterliche Kälte ist optimal

Wer den Wärmelecks seines Hauses auf die Spur kommen will, für den ist jetzt im Winter die beste Saison. Denn je kälter es draußen ist, umso besser. "Ist es beispielsweise draußen über fünf Grad Celsius warm, sollte die Kamera gleich wieder eingepackt werden", erklärt Hermann Dannecker vom Deutschen Energieberaternetzwerk (DEN). Denn erst bei Temperaturen knapp über Null ist der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen groß genug, um optimale Wärmebilder zu erzeugen.

Optimal für eine Thermografie ist kaltes und trockenes Wetter. Um eine direkte Sonneinstrahlung zu vermeiden, werden die Messungen zudem meist bei Dunkelheit gemacht - in der Regel abends zwischen 18 und 22 Uhr oder frühmorgens zwischen 5 und 7 Uhr. Wird am frühen Abend thermografiert, sollte in den Stunden vorher kein Sonnenschein auf die Fassade gefallen sein. Denn sonst zeigt die Infrarotkamera den Einfluss der Sonne und nicht die Wärmeverluste.

Wichtig auch: Bevor das Wärmebild erstellt wird, sollte man kräftig heizen, am besten kontinuierlich auf 20 bis 22 Grad und das bereits 24 Stunden vorher. "Daher muss auch die Nachtabsenkung der Heizung am Abend vor der Thermografie-Untersuchung ausgeschaltet werden", rät Dannecker. In den Stunden vor den Aufnahmen sollten zudem die Fenster und Außentüren geschlossen bleiben -sonst erwärmt sich die Hausfassade durch die ausströmende Luft und das verfälscht die Messungen. "Das Foto zeigt in solch einem Fall überhöhte Wärmeverluste an", so Dannecker.

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