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Startseite/Natur & Umwelt/Artikel
Tierhaltung in Zoos: Artenschutz oder Tierquälerei?
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Tierhaltung in Zoos: Artenschutz oder Tierquälerei?

Es ist nicht das erste Mal, dass sich eine zoologische Einrichtung den Vorwurf der Tierquälerei gefallen lassen muss - und es ist auch nicht das erste Mal, dass eine solche Geschichte unabhängig von der Haltbarkeit der eigentlichen Vorwürfe in der Öffentlichkeit eine Grundsatzdiskussion lostritt: Ist es sinnvoll,…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt
Artikelbild

pixabay.com, skeeze

Es ist nicht das erste Mal, dass sich eine zoologische Einrichtung den Vorwurf der Tierquälerei gefallen lassen muss - und es ist auch nicht das erste Mal, dass eine solche Geschichte unabhängig von der Haltbarkeit der eigentlichen Vorwürfe in der Öffentlichkeit eine Grundsatzdiskussion lostritt: Ist es sinnvoll, wilde Tiere in Gefangenschaft zu halten? Während Befürworter die Rolle der Zoos für die Bildung und den Artenschutz betonen, kritisieren Gegner die unnatürliche Haltung der Tiere. Das sind ihre Argumente zu den drei wichtigsten Themen.

Artikelbild

Sören Kusch / CC BY-SA 3.0

Deutschland gehört zu den Ländern mit den meisten Zoos. Rund 850 klassische Zoologische Gärten, Aquarien, Vogelparks, Wildtiergehege und Reptilienhäuser verteilen sich über die Bundesrepublik. Die meisten dieser Einrichtungen bemühen sich heutzutage, ihre Tiere artgerecht unterzubringen. Aber klappt das auch? Tierrechtsorganisationen wie Peta glauben nicht daran. Für sie sind Zoos nichts anderes als Gefängnisse.

Ihr Argument: Kein noch so großes und mit Bedacht geplantes Gehege wird dem natürlichen Lebensraum der Tiere jemals entsprechen können. Peta kritisiert dabei neben der räumlichen Einschränkung vor allem auch die fehlenden Reize: Beutetiere, die gejagt werden können, oder eine Landschaft, die sich verändert. Dass die Tiere unter diesen Bedingungen leiden, sehe man an ihrem Verhalten - sei es, der Elefant, der seltsame Wippbewegungen mit dem Kopf macht, oder der Eisbär, der den ganzen Tag im Kreis läuft.

Der Zoologe Rainer Willmann von der Universität Göttingen hält die Wildtierhaltung in Zoos trotz einiger Defizite für grundsätzlich vertretbar. "Die europäischen Zoos versuchen, den Ansprüchen der Wildtiere sehr gerecht zu werden", sagte er kürzlich in einem Interview mit NDR.de. Tatsächlich sind die Zeiten, in denen unzählige Tiere in engen Käfigen hinter Gitterstäben eingepfercht wurden, vorbei. Stattdessen setzen Zoos heute auf weniger Arten, denen sie dafür mehr Platz einräumen. Klar ist aber auch den Zoobefürwortern: Die freie Wildbahn können Zoos nie ganz ersetzen.

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