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Startseite/Natur & Umwelt/Artikel
Tiger: König des Dschungels in Gefahr
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Tiger: König des Dschungels in Gefahr

S. Taheri, edited by Fir0002 / CC BY-SA 2.5
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt
Artikelbild

S. Taheri, edited by Fir0002 / CC BY-SA 2.5

In Anpassung an diese verschiedenen Lebensräume hat der Tiger im Laufe der Evolution neun Unterarten entwickelt. Die Spanne reicht vom massigen Amurtiger mit knapp drei Metern Länge und bis zu 325 Kilogramm Gewicht bis zum eher zierlichen Sumatratiger, der nur knapp 1,50 Meter lang wird. Vier der Unterarten des Tigers sind jedoch bereits ausgestorben: Der Malaysische, der Java-Tiger und der Kaspische Tiger sind völlig verschwunden, den Südchinesischen Tiger gibt es nur noch in Zoos.

Artikelbild

Aadishbahulikar18 / CC-BY-SA 4.0

Sein gestreiftes Fell verleiht dem Tiger im dichten Unterholz der Wälder eine fast perfekte Tarnung. Hier lauert er in der Dämmerung und nachts auf seine Beute – und setzt dabei voll auf das Überraschungsmoment. Dicke, weiche Sohlenpolster sorgen dafür, dass er sich beim Umherschleichen lautlos bewegen kann. Kommt ihm ein Beutetier nichtsahnend nahe, springt er blitzschnell aus seinem Versteck und sprintet auf das Opfer zu. Dabei kann er bis zu 60 Stundenkilometer schnell werden – wenn auch nur über eine extrem kurze Distanz.

Mit einem Sprung stürzt sich die Raubkatze auf die Beute und tötet sie mit einem Kehl- oder Nackenbiss. Mit ihren scharfen, gekrümmten Krallen hält sie das Tier dabei fest. Die Erfolgsquote des Tigers liegt bei der Jagd allerdings nur bei rund zehn Prozent: Nur bei jeder zehntem Versuch erwischt er seine Beute. Zu dieser gehören vor allem Hirsche, Wildrinder und Wildschweine. Er jagt aber auch Affen, Vögel und größere Echsen und schreckt auch vor junge Elefanten und Nashörnern nicht zurück.

Sogar Fische fängt die Raubkatze, denn im Gegensatz zu vielen anderen Katzen ist sie nicht wasserscheu und kann recht gut schwimmen. An heißen Tagen nehmen Tiger sogar gerne mal ein Bad im Fluss, um sich abzukühlen.

Artikelbild

pixabay.com, andibreit

Und noch etwas unterscheidet den Tiger vom Löwen: Er ist ein Einzelgänger. Männchen und Weibchen treffen sich nur zur Paarungszeit, den Rest des Jahres über leben sie in jeweils eigenen, großen Territorien. Je nachdem, wie beutereich ein Gebiet ist, kann ein Tigerrevier zwischen 20 und 400 Quadratkilometer umfassen.

Doch genau dies ist den Raubkatzen inzwischen zum Verhängnis geworden: Durch die Abholzung der asiatischen Wälder und das Vordringen von Siedlungen in viele zuvor unberührte Waldgebiete schrumpft ihr Lebensraum immer weiter. Bis vor hundert Jahren erstreckte sich das Verbreitungsgebiet der Tiger noch über ganz Asien. Doch seither haben vor allem die Rodung von Wäldern und der Verlust des Lebensraums die Bestände dieser Raubkatzen und ihre Verbreitung stark dezimiert. Kleine Restpopulationen von Tigern leben heute noch in Indien, China, Russland und Bangladesch, sowie in Südostasien und im Himalaya.

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