Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Technik & Mobilität/Artikel
Tihange und Co: Tickende Zeitbomben?
Bildquelle nicht angegeben
Technik & Mobilität

Tihange und Co: Tickende Zeitbomben?

Unweit der deutschen Grenze stehen etliche Atomkraftwerke - unter anderem in Frankreich und Belgien. Viele dieser Meiler sind inzwischen 40 Jahre und länger am Netz und geraten immer wieder wegen Sicherheitsmängeln in die Kritik. In letzter Zeit besonders im Fokus sind dabei die grenznahen Atomkraftwerke Fessenheim…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Technik & Mobilität
Artikelbild

Michielverbeek / CC BY-SA 3.0

Unweit der deutschen Grenze stehen etliche Atomkraftwerke - unter anderem in Frankreich und Belgien. Viele dieser Meiler sind inzwischen 40 Jahre und länger am Netz und geraten immer wieder wegen Sicherheitsmängeln in die Kritik. In letzter Zeit besonders im Fokus sind dabei die grenznahen Atomkraftwerke Fessenheim und Cattenom in Frankreich sowie Doel und Tihange in Belgien. Letzteres befindet sich nur knapp 70 Kilometer von Aachen entfernt.

Artikelbild

BKW FMB Energie AG / CC BY-SA 3.0

Artikelbild

Michal Kopecký / CC BY 3.0

Das belgische Kernkraftwerk Tihange war seit 2012 fast durchgehend abgeschaltet, nachdem Sicherheitsmängel am Reaktorbehälter festgestellt worden waren. Doch Ende 2016 wurde der Meiler trotz Protesten aus Deutschland wieder hochgefahren. Wie groß die Gefährdung seitdem wirklich ist, lässt sich nur schwer abschätzen. Klar ist aber: Von vielen Experten und deutschen Regierungspolitikern wird der Betrieb von Tihange kritisch gesehen.

In der nahe gelegenen Stadt Aachen ist die Angst vor einem atomaren Unfall so groß, dass die Behörden Ende 2015 eine Notfallübung gegen eine drohende Verseuchung durchführen ließen und vor kurzem mit der Verteilung von Jodtabletten in der Bevölkerung begonnen haben. Sie sollen einer Erkrankung durch Schilddrüsenkrebs vorbeugen, falls die Region eines Tages atomar verstrahlt werden sollte.

Wenig Anlass zur Beruhigung gibt auch eine jüngst veröffentlichte Studie im Auftrag von Greenpeace. Für die Untersuchung haben unabhängige Experten nicht nur die Sicherheit von Tihange, sondern die von sieben belgischen und allen 58 französischen Meilern überprüft. Demnach weisen viele dieser Kernkraftwerke gravierende Sicherheitsmängel auf. Die Ergebnisse sind dabei laut Angaben von Greenpeace so brisant, dass zunächst nur die französischen Behörden die Details erfahren haben.

Artikelbild

Florival fr / CC BY-SA 3.0

Ein Großteil der meldepflichtigen Störfälle in Europa war in den letzten Jahren auf Probleme bei der Stromversorgung zurückzuführen. Um eine zuverlässige Stromversorgung für Kühlung und Sicherheitssysteme zu gewährleisten, verfügen Atomkraftwerke über eine mehrfache Netzanbindung. Fallen diese aus und gelingt die Umschaltung auf Eigenbedarfsversorgung nicht, soll die Notstromversorgung einspringen - so die Theorie. In der Praxis jedoch kommt es vor, dass auch Notstromaggregate versagen oder Schalter im Stromversorgungssystem nicht funktionieren. In Schweden führte das 2006 sogar zum Beinahe-GAU.

Neben der Stromversorgung ist auch das Baumaterial der Reaktorbehälter anfällig. So fanden Inspektoren der belgischen Atomaufsicht 2012 bei Ultraschalluntersuchungen winzige Risse im Stahl der Reaktorbehälter von Tihange und Doel. Insgesamt sind die Wände im Reaktor Doel 3 mit mehr als 13.000 Haarrissen durchsetzt, im Druckbehälter von Tihange 2 entdeckten die Experten rund 3.000 solcher Schäden. Offenbar hatte die jahrelange Strahlung die mechanischen Eigenschaften des Materials stärker beeinträchtigt als erwartet.

Eine weitere Störquelle stellen Experten zufolge die Abklingbecken für abgebrannte Brennelemente dar. Sie weisen laut der aktuellen Greenpeace-Studie vielerorts gravierende Mängel bei der Sicherheit auf. Obwohl in ihnen hoch radioaktive Strahlung anfällt, sind sie bisher kaum geschützt. Stattdessen konzentrieren sich die Sicherheitskonzepte der Atommeiler überwiegend auf den Reaktor.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Technik & Mobilität

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Technik & Mobilität.

Alle Technik & Mobilität-Artikel
Musiker Dan Saks startet Bilderbuch-Launch per Fahrrad durch die Niederlande
Technik & Mobilität

Musiker Dan Saks startet Bilderbuch-Launch per Fahrrad durch die Niederlande

5. Oktober 2026

Der Pädagoge und Musiker Dan Saks veröffentlicht sein Kinderbuch "On Our Bikes" mit einer Familienreise durch das niederländische Radwegenetz – dokumentiert als Musikvideo und Vlog.

Wissenstest: Magnetismus-Quiz
Technik & Mobilität

Wissenstest: Magnetismus-Quiz

8. März 2026

Zehn Fragen zum Magnetismus. – Magnete finden sich in den einfachsten ebenso wie in den komplexesten Geräten unseres Alltags. Sie sind heute von der Türklingel bis zum Smartphone in praktisch jedem elektrisch…

Wissenstest: Holz-Quiz - Wie gut kennen Sie den nachhaltigen Werkstoff?
Technik & Mobilität

Wissenstest: Holz-Quiz - Wie gut kennen Sie den nachhaltigen Werkstoff?

8. März 2026

Zehn Fragen zum Werkstoff Holz. – Bis vor etwa 200 Jahren diente Holz nicht nur als Brennstoff für Haushalt, Handwerk und Industrie, sondern war auch der Werkstoff für den Großteil der Dinge des täglichen Bedarfs. Aber…

Wissenstest: Fotografie-Quiz – Wie gut kennen Sie sich mit Kameras und Fotografie aus?
Technik & Mobilität

Wissenstest: Fotografie-Quiz – Wie gut kennen Sie sich mit Kameras und Fotografie aus?

8. März 2026

Egal ob mit dem Smartphone oder einer Spiegelreflex, analog oder digital, als Selfie oder als ästhetisches Gesamtkunstwerk – mit Fotos halten wir Erinnerungen auf ewig fest. Moderner Technik sei Dank, lassen sich auch…

← Zurück zu Technik & MobilitätZur Startseite