Überfischung der Weltmeere
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Überfischung der Weltmeere

Bild: Foto: MarcusFourmont, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Laut einer Untersuchung des Fisch-Informationszentrums e.V. in Hamburg wurden im Jahr 2011 in Deutschland 1,24 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte (Fanggewicht) verzehrt, mehr als 15 kg pro Kopf. Dieser Wert könnte jedoch bald wieder sinken, denn die Zukunft der weltweiten Fischbestände sieht düster aus.

Das Schwinden der Speisefische

Laut einer Untersuchung des Fisch-Informationszentrums e.V. in Hamburg wurden im Jahr 2011 in Deutschland 1,24 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte (Fanggewicht) verzehrt, mehr als 15 kg pro Kopf. Dieser Wert könnte jedoch bald wieder sinken, denn die Zukunft der weltweiten Fischbestände sieht düster aus.

Nicht nur die Wasserverschmutzung stellt eine ernst zu nehmende Gefahr dar – insbesondere die fortschreitende Überfischung gibt Anlass zur Sorge um Thunfisch, Kabeljau und andere Fische. Eine Studie des WWF aus dem Jahr 2012 hinsichtlich der Überfischung der Weltmeere liefert beunruhigende Ergebnisse. Demnach wird ein Drittel der Oberfläche der gesamten Weltmeere so intensiv befischt, dass die dort befindlichen Ökosysteme bereits stark geschädigt sind.

Besserung in Sicht

Mit einer Reform der Fischereipolitik soll dem Fisch-Schwund vor Europas Küsten Einhalt geboten werden. Ende Mai 2013 einigten sich Rat, Kommission und EU-Parlament nach zähen Verhandlungen auf einen Neuentwurf des Fischereiabkommens. Demnach würden die Fangquoten in Zukunft den Empfehlungen von Wissenschaftlern folgen - deren Einschätzung galt bisher eher als lockere Verhandlungsgrundlage.

Langfristig sollen laut dem Entwurf nur so viele Tiere gefangen werden, dass sich die Bestände erholen, während der Ertrag der Fischerei möglichst groß ist. Die neuen Quoten treten schrittweise von 2015 bis 2020 in Kraft, was der Branche Zeit geben soll, sich auf die geänderten Regelungen einzustellen. Der Einfluss auf den Arbeitsmarkt war einer der Gründe für die langen Diskussionen, denn in Europa hängen etwa 400.000 Arbeitsplätze von dem Geschäft mit den Meeresbewohnern ab. Diese Stellen sind von strengeren Fangquoten, aber auch dem Schrumpfen der Bestände bedroht.

Die Reform begrenzt außerdem den Rückwurf von Beifang: Maximal fünf Prozent der Tiere dürfen über Bord entsorgt werden. Diese Praxis hatte sich für unverkäufliche Exemplare eingebürgert, die meistens aber schon tot sind oder im Meer verenden.

Fischgenuss mit gutem Gewissen

Der Verbraucher kann selbst einen Beitrag gegen die Überfischung leisten, indem er die Herkunft der angebotenen Speisefische im Auge behält und sich bewusst für nachhaltig gefangenen Fisch entscheidet. Viele Packungen liefern Informationen über Herstellungsmethode, Fanggebiete und Frische. Die Umweltorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) empfiehlt als schnelle Orientierungshilfe im Supermarkt das MSC-Siegel für nachhaltige Fischerei (weißer Fisch auf blauem Grund).

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