Und es ist Sommer...
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Und es ist Sommer...

Bild: Foto: www.niederrhein-foto.de | Uwe Schmid, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Große Hitze belastet Herz und Kreislauf, intensive Sonnenbestrahlung fördert Hautkrebs: Wir zeigen Ihnen worauf Sie im Sommer achten sollten.

Ein Sommer wie dieser - ist das nicht das Ziel unserer Träume? Nur Sonne, nur Wärme, nur kurze Röcke und offene Schuhe, jeden Tag baden gehen und bis spätnachts draußen sitzen. Keine Frage, dass das Genuss pur ist, oder?!

"Genuss mit Einschränkungen", meinen Wetterforscher und Ärzte. Denn die heißen Tage bringen auch einiges an körperlicher Belastung mit sich: große Hitze belastet Herz und Kreislauf, intensive Sonnenbestrahlung fördert Hautkrebs, hohe Ozonkonzentrationen schädigen die Schleimhäute.

Darum sollten Sie zur Hochsommerzeit mit ein paar einfachen Regeln auf Ihre Gesundheit achten - ganz besonders, wenn die Temperaturen auf Werte über den menschlichen Wohlfühlbereich von etwa 25 bis 29°C klettern:

Durstlöscher

Bei großer Hitze verliert ein Erwachsener pro Tag etwa zwei Liter Flüssigkeit. Als Durstlöscher empfehlen sich Mineralwässer, ungesüßte Kräuter- und Früchtees sowie im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnte Obst- oder Gemüsesäfte. Mit diesen Getränken kann der durch das Schwitzen einhergehende Mineralienverlust ausgeglichen werden. Für die nötige Menge an Flüssigkeit gilt die Faustregel, immer ein bisschen "über den Durst" zu trinken. Wer zu wenig trinkt verliert Mineralstoffe und wird dadurch besonders empfindlich für Hitzeschäden: Erschöpfung, Übelkeit und Schwindel sind die Folge. Massive Schädigungen zeigen sich im “Sonnenstich“ oder gar lebensgefährlichen Hitzschlag.
Als Durstlöscher nicht zu empfehlen sind Alkohol und gesüßte Getränke wie koffeinhaltige Limonaden, schwarzer Tee und Kaffee, da sie dem Körper Flüssigkeit entziehen.

UV-Strahlen

UV-Strahlen sind Auslöser von Sonnenbrand und Hautkrebs. Tragen Sie Baumwoll-T-Shirts, eine breitrandige Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille mit UV-Filter, wenn Sie sich der Sonne aussetzen. Kleinkinder sollten Sonnenbestrahlung komplett meiden.

Nackte Haut

Unbekleidete Körperstellen sollten mit Sonnencreme geschützt werden. Sie muss über einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 15) mit UVA- und UVB-Filter verfügen. Tragen Sie die Creme mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad großzügig auf und frischen Sie den Schutz regelmäßig auf - vor allen nach dem Baden. Außerdem gilt: Schatten ist das beste Sonnenschutzmittel.

Intensität

Halten Sie sich zur Zeit der intensivsten Sonnenbestrahlung nach Möglichkeit nicht im Freien auf! Auch Kinder sollten zwischen 11 und 15 Uhr nicht in der Sonne zu toben. Bei ihnen steigt durch einen Sonnenbrand die Gefahr für Hautkrebs im Alter. Nutzen Sie während dieser Zeit am Besten die kühleren Innenräumen mit geschlossenen Fenstern und Türen, alternativ zumindest Schattenplätze.

Lüften

Gegen aufgeheizte Innenräume hilft wohl bedachtes Lüften. Stehen Sie möglichst früh auf und lüften Sie gut durch oder lassen Sie nachts Fenster gekippt bzw. geöffnet. Sobald es wärmer wird, schließen Sie die Fenster ganz und ziehen Sie die Vorhänge zu oder lassen Sie die Jalousien herunter, damit kein Sonnenstrahl ins Zimmer fällt.

Ozon

Vielerorts überschreitet die Ozonbelastung den kritischen Grenzwert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Vor Sport und schwerer Arbeit im Freien wird bei hohen Ozonwerten gewarnt. Ausschließlich Gesunde sollten sich so etwas noch zumuten - und auch dann nur am frühen Morgen oder abends.

Kopfschmerzen

Die Hitze führt zu einer erhöhten Anfälligkeit für Migräne oder Kopfschmerzen. Weil Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit oft eingeschränkt sind, ist besondere Aufmerksamkeit im Straßenverkehr wichtig.

Auto

Auf keinen Fall sollten Kinder oder Hunde während des Einkaufs im Auto zurückgelassen werden! Dort kann die Temperatur schnell auf über 50 Grad und mehr ansteigen.

Kranke und Ältere

Besonders Herz-Kreislauf-Kranke und ältere Menschen sollten direkte Sonne und übermäßige körperliche Anstrengungen meiden. Überlegen Sie sich außerdem, ob sie nicht vorübergehend im kühlsten Raum des Hauses schlafen können.

Medikamente

Für Patienten mit Bluthochdruck kann - nach Ansprache mit dem behandelnden Arzt - eine Verringerung der Dosis ihrer Medikamente sinnvoll sein. Manche Arzneistoffe können bei starker Sonneneinwirkung blasenbildende Hauterkrankungen mit sich bringen.

Erfrischung

Fuß- und Unterarmbäder in kühlem Wasser und das Auflegen eines feuchten Lappens auf die Stirn können angenehme Erfrischung bereiten. Wer zu Erkältungen neigt, sollte damit jedoch vorsichtig umgehen.

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