Unter dem Nullpunkt
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Unter dem Nullpunkt

Bild: Foto: Silvio Wirth, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Brr, eiskalt heute! Im Winter sinken die Temperaturen häufig unter Null. Wasser gefriert zu Eis. Aber bei Null ist noch lange nicht Schluss - das Thermometer kann noch viel weiter nach unten rutschen.

Winter in Sibirien

Kalt oder warm ist eine Frage der Gewohnheit. Im Vergleich zu Sibirien ist sogar das Innere eures Gefrierschranks warm: Ca. 15 Grad unter Null reichen aus, um Eis und Würstchen dauerhaft zu frosten. Die Menschen in Sibirien müssen jedoch manchmal mit Tiefsttemperaturen von minus 70 Grad kämpfen.

Schlappe Moleküle

Was bedeutet eigentlich warm oder kalt? Genaugenommen geht es um Energie. Ein warmer Körper enthält viel Energie, ein kalter wenig.

Jeder Stoff besteht aus winzigen Teilchen, den Molekülen. Ist es warm, düsen die Moleküle voll ab. Ist es kalt, werden sie schlapp und erstarren. Kochendes Wasser verwandelt sich in leicht flüchtigen Wasserdampf und kaltes Wasser in einen Block Eis.

Warme Körper geben Energie an ihre Umgebung ab, kalte Körper nehmen Energie auf. Daher schmilzt Eis bei Zimmertemperatur und du frierst, wenn du in kaltes Wasser springst.

Absoluter Nullpunkt

Vor rund 300 Jahren erfand der Schwede Anders Celsius ein System, Temperaturen zu messen. Er legte fest: Die Temperatur, bei der das Wasser gefriert, nennen wir null Grad. Die Temperatur, bei der Wasser kocht, heißt 100 Grad.

Es gibt noch andere Messsysteme. In England und den USA wird die Temperatur in Fahrenheit gemessen.
Damit klar ist, welches Messsystem gemeint ist, sagen wir „Grad Celsius“ oder schreiben ein C hinter die Gradzahl.

Die allerkälteste Temperatur auf der Celsius-Skala liegt bei minus 273 Grad. Man nennt dies auch den absoluten Nullpunkt.
Am absoluten Nullpunkt bewegen sich die Moleküle fast gar nicht mehr.

Kalter Stern

Vor kurzem wurde der vermutlich kälteste Ort des Universums entdeckt: Der rund 5000 Lichtjahre von der Erde entfernte Bumerang-Nebel. Dort herrscht eine Temperatur von minus 272 Grad Celsius. Also nur ein Grad über dem absoluten Nullpunkt.

Der Bumerang-Nebel ist ein erloschener Stern. Aus seiner Hülle werden mit großer Kraft Teilchen geschleudert. Die zurückbleibenden Gase verlieren also Energie. Deshalb ist der Bumerang-Nebel sogar noch kälter als die kosmische Hintergrundstrahlung. Die Durchschnittstemperatur im Weltraum beträgt minus 270 Grad.

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