Verkehrschaos in Millionenstädten
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Verkehrschaos in Millionenstädten

Bild: Foto: ManuelB701, CC0, via Wikimedia Commons

Die Welt platzt aus allen Nähten – und die Straßen der Metropolen mutieren regelrecht zum Nadelöhr im Verkehr. Täglich werden tausende neue Fahrzeuge zugelassen, allein im Spitzenreiterland China waren es 2010 stolze 18 Millionen. Doch die Straßen der Problemstädte Shanghai, Bogotá oder auch Jakarta und Moskau wachsen nicht in dem gleichen Tempo und können somit die Massen nicht mehr bewältigen. Es kommt zu kilometerlangen Staus, überfüllten Bussen und U-Bahnen: Die Megacitys stehen vor dem endgültigen Verkehrskollaps.

Die Welt platzt aus allen Nähten – und die Straßen der Metropolen mutieren regelrecht zum Nadelöhr im Verkehr. Täglich werden tausende neue Fahrzeuge zugelassen, allein im Spitzenreiterland China waren es 2010 stolze 18 Millionen. Doch die Straßen der Problemstädte Shanghai, Bogotá oder auch Jakarta und Moskau wachsen nicht in dem gleichen Tempo und können somit die Massen nicht mehr bewältigen. Es kommt zu kilometerlangen Staus, überfüllten Bussen und U-Bahnen: Die Megacitys stehen vor dem endgültigen Verkehrskollaps.

Das Verkehrschaos wächst und wächst und wächst

Laut eines UNO-Berichts, nach dem die Weltbevölkerung bis 2025 auf fast 8 Millionen anwachsen soll – und mit ihr der Verkehr, muss ganz dringend eine Lösung gefunden werden für dieses absolute Chaos auf den weltweiten Straßen. Dies liegt insbesondere in der Macht der Stadtplaner. Sie erforschen Möglichkeiten, wie die Verkehrssituation an die Masse und auch an die Bedürfnisse der Megacitys angepasst werden kann. Die Ideen reichen vom autofreien Sonntag über fahrerlose Autos bis hin zu Seilbahnen. In Jarkata ist sogar gesetzlich vorgeschrieben worden, zu Stoßzeiten mindestens zu dritt im Auto zu sitzen, um die Fahrzeugmenge zu minimieren. Diese Regularien haben jedoch nur minimale Auswirkungen.

Die Möglichkeiten, die Straßen zu entlasten und ganz nebenbei das Stresspotenzial der Einwohner zu reduzieren, sind zahlreich. Ein besonderes Beispiel ist die chinesische Stadt Hefei. Die Forschungsgruppe ‚Verteilte Eingebettete Systeme’ am Fraunhofer-Institut für Rechnerarbeit und Softwareentwicklung (FIRST) entwickelt derzeit zusammen mit den ansässigen Stadtplanern ein umfassendes Zukunftskonzept, um den Boom der einstigen Provinzstadt westlich von Shanghai zu kontrollieren und koordinieren. Denn in den nächsten acht Jahren soll sich die Stadt auf 10 Millionen Einwohner verdoppeln. Anstatt im Nachhinein Lösungen zu finden, soll es gar nicht erst zum Verkehrskollaps kommen.

Wider dem Verkehrschaos

Bis Ende 2012 werden mehr als 800 Taxis mit Sensoren ausgestattet, die kontinuierlich Daten (so genannte Floating-Car-Data) über die Verkehrssituation sammeln. Mit diesen Daten wird eine systematische Karte erstellt, die Knotenpunkte und damit Problemstellen des Verkehrs abbilden. Die Stadtplaner berücksichtigen diese Daten und lassen sie in ihre Arbeit einfließen. Derzeit entstehen in Hefei ampelfreie Ausfallstraßen, die an Kreuzungspunkten eingerichtet werden, Schnellspuren für Busse und intelligente Nahverkehrssystem, die einem Verkehrskollaps entgegenwirken sollen. Im Zuge dieser Arbeiten weichen viele Felder in den Randgebieten der Stadt mehrspurigen Autobahnen sowie mehrstöckigen Hochhäusern für die Dazuziehenden. Eine Stadt, die der Menschenflut gewappnet sein möchte. Doch auch die Umwelt profitiert von dem zukunftsorientierten Denken: Durch sinnvolle Verkehrsleitsysteme können Schadstoffemissionen minimiert werden. Eine derzeitige Fahrrad-Bewegung in den chinesischen Großstädten zeigt auch, dass der Mensch selbst zum Umdenken bereit ist. Insbesondere für die Forscher, die im Hintergrund aktiv sind, ist die Stadt Hefei eine hervorragende Möglichkeit, neue Technologien zu testen und das Umdenken in der Gesellschaft nicht mit einem neuen Stadtbild zu prägen.

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