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Verwitterung
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Natur & Umwelt

Verwitterung

Das gilt ebenso für frisch erstarrte → Lava, die fortan dem Klima ausgesetzt ist. Doch nicht alle Gesteine verwittern gleich schnell und in gleicher Art und Weise. Selbst identische Gesteine können durch ihre unterschiedliche Beschaffenheit an verschiedenen Orten unterschiedlich stark und auf verschiedene Art und…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Natur & Umwelt
Artikelbild

Das gilt ebenso für frisch erstarrte → Lava, die fortan dem Klima ausgesetzt ist. Doch nicht alle Gesteine verwittern gleich schnell und in gleicher Art und Weise. Selbst identische Gesteine können durch ihre unterschiedliche Beschaffenheit an verschiedenen Orten unterschiedlich stark und auf verschiedene Art und Weise verwittert sein. Wesentliche Faktoren der Verwitterung sind die Klimaelemente Temperatur und Niederschlag, die Zeit - je länger sich ein Gestein an der Erdoberfläche befindet, desto stärker ist es verwittert - und schließlich das Vorhandensein oder Fehlen einer Bodenschicht. Eine Bodenschicht, die ihrerseits bereits ein Produkt der Verwitterung ist, fördert den Gesteinszerfall durch ihre Feuchtigkeit und durch die Anwesenheit von Säuren, die der Zersetzung pflanzlicher Rückstände, aber auch den Ausscheidungen von Pflanzen und Mikroorganismen entstammen.

Das gleiche Gestein kann an verschiedenen Orten unterschiedlich stark verwittert sein, wenn es beispielsweise an beiden Orten zu verschiedenen Zeiten an die Erdoberfläche gelangte, wenn es an einem Ort von einer Bodenschicht bedeckt ist und am anderen nicht, wenn es von unterschiedlichen Verwitterungsprozessen angegriffen wird oder wenn es unterschiedlichen Himmelsrichtungen (z. B. Nord- und Südseite eines Bergmassivs) und daher verschieden starken Temperatur- und Niederschlagseinflüssen ausgesetzt ist. Verwitterung steht eng mit den Prozessen der Abtragung in Verbindung (z. B. → Steinschlag, Abtransport von verwittertem bzw. gelöstem Gesteinsmaterial). Prinzipiell wird zwischen → physikalischer Verwitterung und → chemischer Verwitterung unterschieden. Obwohl auch biologische Prozesse durch Tiere und Pflanzen eine Rolle bei der Gesteinsverwitterung spielen, können sie jedoch je nach Art des Prozesses den beiden Hauptgruppen der Verwitterung zugeordnet werden. Man bezeichnet sie dann entweder als physikalisch-biologische oder als chemisch-biologische Verwitterung. In der Natur gibt es keine starren Grenzen, sodass durchaus mehrere Verwitterungsprozesse gemeinsam auf die Gesteine einwirken können.

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