Die Bill & Melinda Gates Foundation stellt der UNESCO vier Millionen US-Dollar zur Verfügung. Das Geld soll Bewusstsein, Kompetenzen und förderliche politische Rahmenbedingungen für sogenannte Open Solutions aufbauen. Ausgangspunkt ist das Modell des Diamond Open Access, bei dem wissenschaftliche Publikationen weder für Leser noch für Autoren kostenpflichtig sind.
Das Vorhaben soll gemeinsame Werkzeuge und Standards entwickeln, die Diamond Open Access mit offenen Daten, freier und Open-Source-Software sowie offenen Bildungsmaterialien verbinden. Besonders berücksichtigt werden Länder, die beim Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen auf die größten Hürden stoßen.
Diamond Open Access unterscheidet sich von anderen Open-Access-Modellen darin, dass Publikationen kostenlos zugänglich sind – ohne Gebühren für Leser und ohne Publikationsgebühren für Autoren. Dies macht es möglich, dass Forschende aus Regionen mit begrenzten Budgets sowohl publizieren als auch auf Forschungsergebnisse zugreifen können.
Die UNESCO-Mitteilung nennt bislang keine konkreten Länder, Partner-Institutionen, Zeitpläne oder Governance-Strukturen für die Umsetzung. Welche bestehenden Diamond-Plattformen eingebunden werden und wie die geplanten Standards verwaltet werden sollen, bleibt vorerst unklar.




