Virtuelles Bild
Das projizierte virtuelle Bild schwebt für das Auge in optimaler Position über der Vorderkante der Motorhaube. Bei dem BMW System kommt dabei erstmals ein mehrfarbiges Display zum Einsatz, das frei programmierbar und bei allen Lichtverhältnissen sehr gut ablesbar ist. Neu sind auch graphische Abbildungen und damit die Integration von Navigationshinweisen.
Mit dem Head-Up Display muss der Fahrer seltener seinen Blick vom Verkehrsgeschehen abwenden. Ein erheblicher Sicherheitsgewinn: Denn zur Erfassung einer Anzeige auf den Kombiinstrumenten benötigt der Fahrer doppelt so lange wie zum Ablesen dieser Information vom Head-Up Display. Das Verkehrsgeschehen bleibt dabei immer im Blick.
Außerdem ist das Ablesen vom Head-Up Display weniger anstrengend. Das Bild erscheint in gut zwei Metern Entfernung, das Auge muss sich nicht vom Fern- auf den Nahbereich - und wieder zurück - einstellen. Auch die Adaption zwischen heller Fahrumgebung und den dagegen relativ dunklen Anzeigen im Cockpit entfällt. Das erhöht den Komfort und verringert die Ermüdung.
Neben der Geschwindigkeit können Navigationshinweise, Meldungen der Check Control sowie die Anzeigen des Stufentempomats und der Aktiven Geschwindigkeitsregelung eingeblendet werden. Die einzublendenden Informationen werden über das Control Display ausgewählt und können so den individuellen Wünschen entsprechend dargestellt werden.
Die Technik
Um das Prinzip einer möglichst geringen Ablenkung auch auf die Bedienung zu übertragen, wurde das System so ausgelegt, dass es während der Fahrt nicht bedient werden muss. Wichtige Informationen werden über eine intelligente Steuerung automatisch ein- und ausgeblendet. Die Helligkeit passt sich automatisch allen Lichtbedingungen an.
Der Projektor des Head-Up Displays befindet sich unter der Armaturentafel. Das Bild eines Displays wird von vier Spiegeln nach oben geworfen und von der Windschutzscheibe so reflektiert, dass es über der Motorhaube gut zwei Meter vor den Augen des Fahrers erscheint. Die Helligkeit des Displays wird automatisch über einen Sensor den Lichtverhältnissen angepasst. Zusätzlich kann sie durch den Fahrer individuell über den Bordmonitor voreingestellt werden.
Der Schalter für die Aktivierung des Head-Up Display befindet sich im Lichtschaltzentrum. Die Lichteinheit des HUD besteht aus einem TFT-Display, wie es auch in Video-Projektoren eingesetzt wird. Dieses wird von einer Matrix von LEDs beleuchtet, die sich durch hohe Lebensdauer und geringe Wärmeentwicklung auszeichnen.

