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Wacholder
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Wacholder

Das Aroma der schwarzen Beeren kennen wir vom Sauerkraut. Wacholder schmeckt zu deftigen Wintergerichten und macht sie leichter verdaulich.
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Natur & Umwelt

Magisches Kraut

Das Aroma der schwarzen Beeren kennen wir vom Sauerkraut. Wacholder schmeckt zu deftigen Wintergerichten und macht sie leichter verdaulich.

Der Nadelstrauch hat seinen Platz jedoch nicht nur in der Küche. Wacholder galt früher als magisches Kraut mit übernatürlichen Kräften. So verbrannten unsere germanischen Ahnen in ihren Opferfeuern Wacholderholz. Als Grabbeigabe schenkten sie ihren Toten Wacholderzweige. Dies sollte böse Geister fernhalten.

Noch heute gibt es in ländlichen Gegenden den Brauch, zwischen Heiligabend und Dreikönigstag Haus und Stall mit Wacholder auszuräuchern. Unsere Vorfahren fürchteten die Zeit zwischen den Jahren. In den 12 Raunächten ritt angeblich die wilde Jagd durch die Luft; geführt von der Perchta, der märchenhaften Frau Holle.

Auch in der Aromatherapie wird Wacholder gegen negative Energien verwendet. Der strenge, herbe Duft soll den Körper reinigen, die Gedanken klären und Räume von negativen Schwingungen befreien. Wacholderöl gilt deshalb als guter Meditationsduft.

Rund um die Welt begleitet der Duft von Wacholder religiöse Rituale und Zeremonien. Auch in Tibet, wo sich der Nadelbusch zäh an den Hängen des Himalaya festkrallt. Es gibt Arten, die bis in 6000 Meter Höhe überleben können.

Nicht nur deshalb ist Wacholder eine Pflanze der Superlative. Der immergrüne Strauch wurde schon vor 3000 Jahren als Heilkraut in einem ägyptischen Papyrus erwähnt. Er selbst kann ein biblisches Alter erreichen: Bis zu 2000 Jahre. Wen wundert da, dass die norddeutschen Heidebauern früher aus Verehrung vor dem Wacholder ihren Hut zogen?

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